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Der künftige Fondi-Park soll in Dachau-Ost, nahe dem Ernst-Reuter-Platz angelegt werden. Feierliche Eröffnung ist für 2019 vorgesehen.

Dachau bekommt einen Fondi-Park

Italienisches Flair im Osten der Stadt

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Seit vergangener Woche ist es fix: Dachau bekommt keinen Fondi-Platz, dafür aber nun einen Fondi-Park! Der Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig auf eine Grünfläche hinter dem Stadtteilzentrum Dachau-Ost geeinigt.

Dachau – Die Wiese, auf der es bereits ein paar Bankerl und eine Boule-Bahn gibt, soll nun gemeinsam mit Vertretern der Stadt Fondi gestalterisch entwickelt werden. Die offizielle Einweihung des Parks ist für 2019 vorgesehen.

Der Entscheidung war eine monatelange Diskussion vorausgegangen, wie die Große Kreisstadt ihre heuer 25-jährige Partnerschaft mit der süditalienischen Stadt Fondi angemessen würdigen soll.

Die Verwaltung hatte Anfang des Jahres vorgeschlagen, einen Platz im Neubaugebiet Augustenfeld nach Fondi zu benennen. Die „Bürger für Dachau“-Fraktion brachte daraufhin als Alternativvorschlag den Unteren Markt ins Spiel. Weil dann auch noch die CSU- und die SPD-Fraktion eigene Vorschläge zum Thema machten, wurde es unübersichtlich – und eine Entscheidung unmöglich.
In nichtöffentlicher Sitzung einigten sich die Mitglieder des Kulturausschusses schließlich, das unwürdige Schauspiel zu beenden. Statt eines Platzes sollte es ein Park werden, und der Vorschlag der Verwaltung, dafür die Grünfläche am Ernst-Reuter-Platz zu wählen, fand das einstimmige Votum des Ausschusses.

In der Vollversammlung des Stadtrats am vergangenen Dienstag betonten Mitglieder aller Fraktionen, wie erfreut sie über diesen Konsens seien. Christa Keimerl (SPD) gab zwar zu, dass der Weg dorthin „nicht einfach“ gewesen sei. Nun lasse sie sich aber gern überraschen, wie der fertige Platz am Ende aussehen werde – „hoffentlich ein bisschen italienisch“!

Florian Schiller (CSU) betonte, dass die vorhandene Grünfläche gut zu einem Park entwickelt werden könne und damit auf eine „würdige und lebendige Art und Weise“ die Freundschaft zwischen Dachau und Fondi dokumentieren könne.

Partnerschaftsreferent Wolfgang Moll (fraktionslos) sprach ebenfalls von einer „adäquaten Lösung“, die nun endlich ein „würdiges, dauerhaftes und anerkennendes Denkmal“ der langjährigen Freundschaft zwischen den beiden Städten ermögliche. Zuvor allerdings, das räumte Moll auch ganz offen ein, habe der Stadtrat „wahrlich kein gutes Bild abgegeben“.

Seine Kollegen im Sitzungssaal stimmten ihm – wortlos – zu: mit betretenen Mienen und vereinzeltem Nicken ...

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