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Bei der Blutspendenaktion des BRK Dachaus spendeten viele Menschen ihr Blut. (Symbolbild)

Rund zwei Stunden Wartezeit

Großer Andrang: Blutspenden während der Corona-Krise in Dachau

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In Bayern werden täglich rund 2000 Blutspenden benötigt. Um die sicherzustellen, hat das Dachauer BRK seine Blutspendeaktionen durchgezogen – trotz Corona. 

  • Rund 2000 Blutspenden werden jeden Tag in Bayern benötigt.
  • Damit diese sichergestellt sind, hat das Dachauer BRK seine Blutspendeaktion durchgezogen - trotz Corona.
  • Der Andrang war groß.

Dachau – Es war die erste Dachauer Blutspendeaktion während der Corona-Krise. Damit weiterhin genügend Blutpräparate während der Pandemie vorhanden sind, hat das BRK Dachau die Termine trotzdem stattfinden lassen. Es ist nicht bewiesen, dass sich das Coronavirus über das Blut überträgt. Dennoch achtet der Blutspendedienst penibel darauf, keine Menschen zur Spende zuzulassen, die entweder infiziert sind oder Kontakt mit an Covid-19-Erkrankten hatten.

Falls sich jemand nicht sicher ist, ob er spenden darf, rät Philipp Sosna, der die Blutspende für das BRK Dachau organisiert, bei der Hotline des Blutspendedienstes anzurufen.

Blutspende in Dachau: Großer Andrang

Sosna und sein Organisationsteam zeigten sich zufrieden mit den zwei Spendetagen. „Alle Spender haben sich sehr gut verhalten und die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten“, sagt Sosna. An beiden Tagen hat das BRK 428 potenzielle Spender registriert, 35 durften nicht spenden. Da der Andrang so groß war und alle eineinhalb Meter Abstand halten mussten, bildete sich schnell eine Schlange bis auf die Straße. „50 Prozent waren im Gebäude, die anderen mussten draußen warten“, sagt Sosna.

Um den draußen wartenden Menschen ein wenig die Kälte zu erleichtern, versorgte das BRK-Team sie mit Tee und Decken. Vor dem Eingang hatte das BRK einen Pavillon aufgebaut. Dort wurde die Temperatur der Spender gemessen. So konnten Personen mit einer erhöhten Temperatur ab 37,5 Grad schon vorher von der Spende ausgeschlossen werden. „Wir mussten nur zwei wegschicken“, sagt Sosna. Im Gebäude stauten sich die Menschen die Treppe hinunter. So konnte die Anmeldung nur nach und nach die Menschen von draußen reinholen.

Blutspender mussten im Schnitt zwei Stunden warten

Bei allen Stationen, die die Spender durchlaufen müssen, haben BRK und Blutspendedienst personell aufgestockt. „Wir haben mehr Personal benötigt, um die Spender zu informieren und um zu schauen, ob die Menschen die Abstände einhalten“, sagt Philipp Sosna. „Wir mussten aber nicht oft etwas sagen.“ Die meisten Spender hätten sich sehr verständnisvoll gezeigt. „Es haben sich zwar ein paar über die langen Wartezeiten beschwert, aber die muss man auch bei einer normalen Blutspende mit einrechnen“, sagt Sosna. Im Schnitt warteten die Spender zwei Stunden.

Jeder musste innerhalb des Gebäudes einen Mund-Nasenschutz tragen – auch das Personal. Zusätzlich hat das BRK Kontaktflächen regelmäßig desinfiziert und den Spendern Desinfektionsmöglichkeiten bereitgestellt. Die zehn Spenderliegen standen alle eineinhalb Meter voneinander entfernt. Im Anschluss an das Spenden gab es normalerweise immer eine Brotzeit, die die Spender dort essen konnten. „Stattdessen haben wir Lunch-Pakete vorbereitet, die die Spender entweder in einem Raum mit begrenzter Personenzahl essen oder mit nach Hause nehmen konnten“, sagt Sosna. Grundsätzlich war er mit der Blutspende sehr zufrieden. „Wir haben versucht, es den Spendern so angenehm wie möglich zu machen und wir hatten überwiegend positive Reaktionen“, sagt Sosna.

ly

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