So könnte Dachau einmal aussehen: Vor knapp acht Monaten stellten die Stadtplaner Stefan Leuninger und Annegret Michler, OB Florian Hartmann, der ehemalige Bauamtsleiter Michael Simon, Ariane Jungwirth und der aktuelle Bauamtsleiter Moritz Reinhold (von links) ein Modell vor. foto: kn

Bürgerbeteiligungsaktion

„Dachau denkt weiter“: Bürgerworkshop

Die zweite Etappe der Bürgerbeteiligungsaktion „Dachau denkt weiter“ geht langsam zu Ende. Nach zwei Workshops von Stadtentwicklern sind erneut die Bürger dran: bei einem Bürgerworkshop in der historischen Halle der ehemaligen Papierfabrik sowie via Internet.

Dachau – Im März ist die erste Etappe des Leitbildentwicklungsprozesses „Dachau denkt weiter“, an dessen Ende ein neuer Flächennutzungsplan für die Stadt erstellt werden soll, mit der Präsentation der wichtigsten Zukunftsaufgaben für Dachau abgeschlossen worden (wir haben berichtet). Zur Vorbereitung der aktuellen zweiten Etappe von insgesamt vier wurde am 1. April eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe durch den Bau- und Planungsausschuss bestimmt, deren Aufgabe es ist, die wesentlichen Leitgedanken und Zielsetzungen für die künftige Stadtentwicklung herauszuarbeiten.

Im April und Mai beschäftigte sich die Arbeitsgruppe in zwei Workshops intensiv und kreativ mit Unterstützung der Stadtentwicklerin Annegret Michler und des Moderators Prof. Peter Dürr von der Hochschule München mit dem Thema. Wie das Stadtbauamt mitteilt, wurden dabei anhand von acht unterschiedlichen Stadtprofilen erste Ergebnisse in Form von Leitgedanken, Texterläuterungen und Bildcollagen erstellt, die nun den Bürgern online zur Bewertung vorgestellt werden.

„Leitbilder verkörpern die DNA einer Stadt“, sagt Dürr, „sie müssen in einem schrittweisen Prozess herausgearbeitet werden, bei dem man immer wieder übergeordnete Ziele mit konkreten Ideen verknüpft“. Ein ganztägiger Bürgerworkshop mit Fachvorträgen, Dialogen und Mitmachangeboten rundet am Samstag, 27. Juli, die Beteiligung der Etappe zwei ab. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Anschließend wird das räumliche Leitbild in der dritten Etappe auch in Karten übersetzt. „Das räumliche Leitbild ist die wesentliche Vorarbeit für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes“, erklärt Oberbürgermeister Florian Hartmann.

Durch eine erneute online-Beteiligung unter www.dachaudenktweiter.de werden die Bürger aufgefordert, zu den erarbeiteten Leitgedanken Stellung zu nehmen. Darüber hinaus wird die Stadtgesellschaft durch den Bürgerworkshop weiterhin intensiv in den Prozess eingebunden. OB Hartmann liegt die Beteiligung der Dachauer am Herzen: „Wir müssen mit den Menschen die weitere Entwicklung der Stadt besprechen.“

Dass die Beteiligung auf positive Resonanz stößt, zeigte sich schon in der ersten Etappe, als über 2100 Anregungen der Bürger in einer interaktiven Karte der Stadt eingetragen wurden. Der Bürgerworkshop wird an einem für Dachau besonderen Ort stattfinden – der historischen Papierhalle auf dem MD Gelände (Eingang Steinmühlstraße /Ecke Ludwig-Thoma-Straße). Am Schluss wird mit einem besonderen musikalischen Erlebnis gemeinsam gefeiert: Der bekannte Dachauer Multipercussionist Christian F. Benning bringt die Industriebrache zum Klingen.

Mitmachen

bei der Erstellung des räumlichen Leitbilds können die Dachauer online unter www.dachaudenktweiter. de.

Beim Projekt „Dachau denkt weiter“ soll anstelle eines rein politisch-bürokratischen Verfahrens eine innovative Bürgerbeteiligung Antworten auf die Frage geben, wie sich die Dachauer ihre Stadt in den kommenden Jahren vorstellen. Wo und wie soll Dachau wachsen, wie nachhaltig kann dieses Wachstum gestaltet werden? Mitmachen bei der Erstellung des räumlichen Leitbilds können die Dachauer online unter www.dachaudenktweiter.de.

Konkret sieht der Leitbild-Prozess, der vom Kaufbeurer Planungsbüro „Die Stadtentwickler“ durchgeführt wird, vier Etappen vor. Etappe eins lief bis Januar und sah die digitale wie analoge Beteiligung der Bürger vor. In den drei weiteren Etappen sollen die Ideen aufgearbeitet, analysiert und gebündelt und anschließend erneut mit den Bürgern besprochen werden, etwa in Form von Stadtteilspaziergängen. Daneben werden die Verantwortlichen des Planungsbüros aber auch mit Interessenverbänden und Vereinen sprechen sowie Schulen einbinden. Die Hoffnung: Diese Multiplikatoren sollen bis Ende 2019 weitere Aufmerksamkeit für das Projekt generieren. Mit der relativ kompakten Projektdauer von nur einem Jahr hofft OB Florian Hartmann, „die Bürger bei der Stange zu halten“.

Beim Leitbild geht es in der Hauptsache um die großen Fragen: die Themen Wohnen, Verkehr oder Gewerbe.

dn

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