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Ein Dobermann attackierte in Haimhausen sein Herrchen - und verletzte den Mann schwer. (Symbolbild)

Mann schwer verletzt

Dobermann attackiert Herrchen brutal - Experte erklärt: Hund war „tickende Zeitbombe“

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Der Dobermann fühlte sich als Chef des Rudels. Er hatte nicht gelernt, sich unterzuordnen und griff deshalb sein Herrchen an und verletzte es schwer. Ein Hundeexperte erklärt den tragischen Vorfall. 

Dachau – Nach der schrecklichen Hundeattacke in Haimhausen, bei der am Sonntag ein Dobermann erst sein Frauchen angesprungen und dann sein Herrchen in einem regelrechten Blutrausch schwer verletzte, fragen sich viele: Warum beißt ein Hund, der jahrelang unauffällig in einer Familie lebt, plötzlich zu? Die Heimatzeitung sprach dazu mit Walter Kreipl, öffentlich bestellter und beeidigter Sachverständiger für das Verhalten von Hunden.

Herr Kreipl, warum gelten Dobermänner nicht als Kampfhunde, Rottweiler aber schon?

Walter Kreipl: Das liegt an den registrierten Beißvorfällen. Die Rottweiler waren in den vergangenen Jahren aufgefallen, weil sie mehrfach auch ihre Besitzer angegriffen oder sogar tödlich verletzt hatten. Die Dobermänner dagegen wurden zuletzt immer humaner gezüchtet.

Dennoch griff ein zehnjähriger Dobermann seine Besitzer an. Wie erklären Sie sich den Vorfall?

Ich kenne den Hund nicht, darum kann ich nur eine Ferndiagnose abgeben. Dobermänner sind zudem schwierige Charaktere: sehr agil, aber auch nervlich schnell überfordert. Viele nennen sie daher auch „das Vollblut unter den Hunden“.

Und dieses „Vollblut“ hat am Sonntag die Nerven verloren?

Das Grundproblem in diesem Fall war meines Erachtens, dass der Hund nicht gelernt hat, sich seinen Herrchen unterzuordnen. Im Gegenteil: Er hielt sich selbst für den Chef des Rudels. Das heißt, er wollte seine Besitzerin, die gerade im Garten arbeitete, nicht angreifen, sondern zurechtweisen. Als ihr der Ehemann zu Hilfe kam, empfand der Hund dies als noch größere Respektlosigkeit, und die Situation eskalierte.

Experte Walter Kreipl erklärt den Angriff des Dobermanns.

Dobermann attackiert Herrchen: „Hund zeigte keinen Respekt gegenüber seinen Besitzern“

Das heißt, das Unglück passierte nicht, weil der Hund rassebedingt aggressiv war, sondern einfach, weil er nicht gut erzogen war?

Genau. Der Hund zeigte keinerlei Respekt gegenüber seinen Besitzern und benahm sich völlig hemmungslos. Das bedeutet, dass er nie gelernt hat, sich zu integrieren.

Aber wie konnte es sein, dass der Hund zehn Jahre lang friedlich bei der Familie lebte?

Das passiert oft, wenn in einer Familie – wie in diesem Fall – ein älterer und ein jüngerer Hund zusammenleben und der ältere Hund dann plötzlich stirbt.

Der ältere Hund war also das Leittier?

Ja. Der ältere Hund, in diesem Fall die Mutter, erkannte seine Besitzer als Herrchen an. Ihr Welpe aber durchlief diese Erziehung nicht, er orientierte sich allein am Verhalten der Mutter. Als sie vor wenigen Monaten starb, hatte er keine Führung mehr, war verunsichert, bellte viel, stand total unter Stress. Und genau in dieser extremen Reizsituation kam ihm ein Mensch in die Quere, der vermeintlich in seinem Revier – dem Garten – etwas tat. Deshalb griff er an.

Dobermann-Attacke in Haimhausen: Experte ordnet Vorfall ein

Also war das Unglück menschengemacht?

Im Grunde ja. Die Besitzer sind bestimmt tierliebe und gutmütige Menschen, die ihren Hunden alles gegeben haben. Nur eines haben sie nicht geschafft: den jüngeren Hund zu integrieren.

War es richtig, den Hund am Ende einzuschläfern?

Ja. Eine Umerziehung wäre sehr schwer und nur von einem Spezialisten durchführbar gewesen. Und trotzdem wäre der Hund eine tickende Zeitbombe geblieben.

Zu einem anderen dramatischen Vorfall kam es, als ein Mann bei einem Todeskampf seinen versinkenden Hund in Osnabrück aus dem Moor retten wollte, wie nordbuzz.de* berichtet.

Während des Unterrichts hat in einer Schule in Bayern eine Mutter die Lehrerin ihres 12-jährigen Sohnes attackiert. Der Grund schockiert.

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