Oldtimer
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Am Fuße der Altstadt, auf dem Volksfestplatz, versammeln sich die Oldtimer-Freunde am liebsten.

„Freunde alter Fahrzeuge“ feiern 40-jähriges Bestehen und blicken optimistisch in die Zukunft

Auf ein „rostiges Hobby“!

Der Verein „Freunde alter Fahrzeuge“ blickt auf sein 40-jähriges Bestehen zurück.

Dachau – Nicht nur die Fernsehsendung „Verstehen Sie Spaß“ durfte in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiern. Auch der Verein „Freunde alter Fahrzeuge“ (FaF) blickt in diesem besonderen Jahr auf sein nun vier Jahrzehnte währendes Bestehen zurück. Wie die Macher der TV-Sendung „Verstehen Sie Spaß“ lassen sich übrigens auch die Dachauer Oldtimer-Enthusiasten gerne gratulieren.

Normalerweise hätte Karl Goeb, Medienbeauftragter der FaF, für die Vereinszeitung „Töff-Töff“ seitenlange Berichte geschrieben über das Oldie-Jubiläumstreffen, das zum 40. Geburtstag dieses Vereins geplant war. Die Info-Flyer waren schon fertig, für Sonntag, 13. September, hatte die Stadt Dachau auch schon ihr Okay zur Nutzung der Ludwig-Thoma-Wiese gegeben. Die Begrüßungsrede des Vorsitzenden Michael Volkmann war fast schon geschrieben. Die Oldie-Motorräder und Automobile waren bereits auf Hochglanz poliert, weil die Bezeichnung „Lockdown light“ zumindest ein wenig Hoffnung gab, unter strengen Hygieneregeln das Oldie-Treffen doch stattfinden lassen zu dürfen.

Doch alte Fahrzeuge, die weit über 30 Jahre alt sind und aus allen Richtungen des Landkreises zum Volksfestplatz rollen, daran war – je weiter der Spätsommer vorrückte – leider doch nicht zu denken. „Dies war natürlich besonders schmerzlich“, sagt Vereinsvorsitzender Volkmann, weil er und seine Mitstreiter dieses Jubiläum gerne gebührend gefeiert hätten. Alle Veranstaltungen der FaF sagte das Vorstandskomitee für heuer am Ende ab. „Die Gesundheit hat oberste Priorität“, lautete die Begründung.

Doch der Verein bleibt positiv. Es habe zwei Vereinsabende gegeben, im Hochsommer. Zudem sei das ganze Jahr über in den heimischen Kellern, Garagen und Werkstätten oder Hallen an den alten Schnauferln und Automobilen gebastelt, geschraubt und gewerkelt worden. Auch kleine Ausfahrten im privaten Kreis habe es gegeben. „Wir lassen uns noch lange nicht entmutigen“, fasst Volkmann daher die Stimmungslage seiner FaF-Kollegen zusammen. Dann feiere man im kommenden Jahr einfach 41 Jahre FaF – oder wenn’s ganz hart kommt – 42 Jahre im Jahre 2022.

Besonders freut Volkmann, „dass sieben Mitglieder aus dem Gründungsjahr 1980 immer noch sehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen und dieses Jahr ihre Ehrenurkunde zum 40. Vereinsjubiläum erhalten haben“. Ein Vereinsfreund ist seit 35 Jahren dabei, zwei seit 30 Jahren, zwei seit 25 Jahren und elf seit 20 Jahren. Auch an sie wurden Urkunden verschickt. „Diese langjährige Vereinstreue kann sich sehen lassen“, lobt der Vorsitzende auch mit Hinweis auf insgesamt 23 Jubilare, denen man wegen Corona leider nur postalisch habe gratulieren können.

Schriftführer Franz Samhuber hatte mit einem Rundschreiben an die Mitglieder bekanntgegeben, dass auch die Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahl coronabedingt ausfallen muss. Alle Vorstandsmitglieder erklärten sich vor diesem Hintergrund erfreulicherweise bereit, die Vereinsgeschäfte zumindest für das Jahr 2021 kommissarisch weiter zu führen. Wenn alles gut läuft, soll am Mittwoch, 2. November 2021, ein neuer Versuch gestartet und eine Vorstandsneuwahl abgehalten werden.

„Rückblickend kann ich sagen, dass es, bis auf Ausnahmen, erfolgreiche 40 Jahre Vereinsleben waren“, erklärt Medienbeauftragter Karl Goeb, der selbst 16 Jahre lang Vorsitzender der FaF war. Die Harmonie und Freude an den Oldtimern sollte seiner Meinung nach Ansporn für die nächsten Jahrzehnte sein und auch bei der jungen Generation Magnetwirkung entfalten. Allerdings „kommt es auf die politischen Rahmenbedingungen an, wie lange man unser Oldtimerhobby im Zuge der Klimadiskussion und weiteren Bedingungen am Leben erhält“, gibt Goeb zu bedenken. Wichtig sei es, die Oldies und ihre Funktion nicht mit einem Alltagsauto zu vergleichen, sondern den Freizeitaspekt und die Erhaltung automobilen Kulturguts herauszustellen.

Aus diesem Grund möchten die FaF-Mitglieder weiterhin zuversichtlich ihrem geliebten, zugegebenermaßen „rostigen“ Hobby nachgehen. „Nur noch wenige Tage bis zum Jahresende, dann haben wir ein Jahr hinter uns, das uns lange im Gedächtnis sein wird“, erklärt der Vorsitzende Volkmann. Corona habe vieles auf den Kopf gestellt und die Menschen sehnten sich nach Normalität. Er würde sich ebenfalls wieder eine Rückkehr zur Normalität wünschen und blicke allen Geschehnissen dieses Jahres zum Trotz „optimistisch in die Zukunft“.

Informationen zum Oldtimer-Verein „Freunde alter Fahrzeuge“ gibt es online unter www.faf-dachau.de.

ost

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