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Die Einkommen sinken - und damit die Einkommensteuerbeteiligung der Kommunen.

Stadt Dachau befürchtet massive Einnahmenausfälle

Fast 4 Millionen weniger

Die Corona-Pandemie hat massive wirtschaftliche Auswirkungen – auch für den Haushalt der Stadt Dachau.

Dachau – Nachdem in diesen Tagen die erste Steuerschätzung vorgelegt wurde, gaben Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) und Kämmerer Thomas Ernst den Stadträten im Haupt- und Finanzausschuss einen Ausblick auf die städtischen Finanzen.

Fest stehe, dass die Einnahmen deutlich absacken werden, aber genau lasse sich die Entwicklung nicht absehen, erklärte Ernst. „Das ist ein Blick in die Glaskugel, nicht mehr.“ Konkret erwartet der Kämmerer einen Rückgang beim Anteil an der Einkommensteuer von 3,7 Millionen Euro auf nur mehr 35 Millionen Euro. Bei der Gewerbesteuer dagegen sind in Dachau anders als in anderen Kommunen aktuell „noch keine großen Veränderungen erkennbar.“

So dürfte es aber nicht bleiben, Ernst erwartet bis 2021 „spürbare Veränderungen“. Keine gute Perspektive, zumal der Etat bereits vor Corona für 2020 erstmals eine Kreditaufnahme vorsah. Einen Nachtragshaushalt oder gar eine Haushaltssperre will der Oberbürgermeister aber vermeiden. „Weil wir dann viele freiwillige Zuschüsse für Vereine einfrieren müssten.“

Allerdings sollen sich die Stadträte den Bau-Etat, die Zuschüsse und den Verwaltungshaushalt demnächst noch einmal im Detail vornehmen und auf Einsparmöglichkeiten prüfen. Kämmerer Ernst befürchtet schon jetzt: „Das wird eine schwierige Diskussion.“
ps

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