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Das  Amtsgericht Dachau hat eine Frau aus Nigeria  wegen Verbreitens kinderpornographischer Schriften zu einer Geldstrafe verurteilt.

Amtsgericht Dachau verhängt hohe Geldsrafe

Frau verschickt Kinderporno

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Eine Asylbewerberin aus Nigeria (29) ist vom Amtsgericht Dachau wegen Verbreitens kinderpornographischer Schriften zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro verurteilt worden.

Die Frau hatte via WhatsApp ein Video an 107 Personen weitergeleitet, auf dem zu sehen ist, wie ein deutlich unter 14 Jahre alter Bub zum Analverkehr mit einem erwachsenen Mann gezwungen wird. Herausgekommen war die Sache, weil die junge Afrikanerin das Video auch an eine Sozialarbeiterin gesandt hatte. Die Sozialarbeiterin, die die Asylbewerberin in der Unterkunft in Karlsfeld betreute, ging zur Polizei.

Der Prozess habe mit den klassischen Fällen der Verbreitung nichts zu tun, beteuerte der Verteidiger der Angeklagten, Joachim Schwarzenau. Der Rechtsanwalt gab an, seine Mandantin habe das zwei Minuten und 20 Sekunden lange Video nur deshalb weitergeschickt, weil sie wollte, dass der Vergewaltiger im Film erkannt und seiner gerechten Strafe zugeführt werde. Schwarzenau, der zuvor bereits Einspruch gegen den Strafbefehl gegen seine Mandantin eingelegt hatte, beantragte nun in der Hauptverhandlung die Einstellung des Verfahrens unter Auflagen: 70 Stunden soziale Arbeit. Doch das lehnte die Staatsanwaltschaft kategorisch ab.

Die Erklärung lieferte Amtsrichter Christian Calame, der selbst allerdings keine Einwände gegen die Einstellung gehabt hätte. Das Weiterleiten derartiger Filme, so Calame, sei schlicht und ergreifend eine Straftat. Denn so „wird das Video weiteren Leuten zum Ergötzen zur Verfügung gestellt“.  

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