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So sieht Handwerk aus: Dutzende Jugendliche nutzten 2018 die Gelegenheit und nahmen an der Aktion teil. 

Handwerkerbus im Landkreis Dachau unterwegs

Der Werbebus fährt wieder los

Ein Handwerkerbus bringt wieder potenzielle Azubis zu den Betrieben im Landkreis Dachau. Diesmal mit einem leicht geänderten Konzept.

Dachau – Neugierige Schüler, Auszubildende, die über ihren Start ins Berufsleben berichten, Meister, die technische Berufe vorstellen und dabei gängige Klischees abbauen, und Lehrer, die ihren Schülern bei der Berufsorientierung unterstützend zur Seite stehen: Seit Oktober 2018 ist der Handwerkerbus in Dachau unterwegs.

Das Handwerk kämpft um Azubis. Tausende Lehrstellen bleiben jedes Jahr unbesetzt, auch, weil über die Ausbildungen oftmals wenig informiert wird. Zwei Dachauer Steuerberater wollten das ändern und riefen den Handwerkerbus ins Leben. Die Idee: Mittelschüler fuhren mit einem eigens für diesen Anlass gemieteten US-Schoolbus von einem Betrieb im Landkreis Dachau zum anderen und sahen, was im jeweiligen Betrieb an Ausbildung geboten wird.

Im vergangenen Jahr setzten die Initiatoren Stefan Fichtl und Heinz Sprödhuber einen leuchtend gelben US-Schoolbus ein, um über Ausbildungschancen im Handwerk zu informieren. Über 50 Schüler der Mittelstufe bekamen Einblick in die Welt des Handwerks. Traditionsbetriebe wie die Metzgerei Braun, das Gasthaus Huberwirt, die Schreinerei Schuster, Haustechnik Clausen und der Maler- und Lackierermeister Weigl konnten den Schülern ihre Arbeit vor Ort präsentieren. „Unsere Schüler waren von unserer Tour mit dem US-Schoolbus begeistert. Es gab durchweg positives Feedback“, sagt Fichtl. Es sei schon etwas anderes, wenn sich die Schüler selbst ein Bild machen können.

Am Donnerstag, 30. Januar 2020, startet der Handwerkerbus erneut. Dieses Mal jedoch optimiert: In drei Touren mit kleinen Gruppen von jeweils acht Schülern. Dafür bekommen die Schüler sogar schulfrei. „Dieses Jahr wird zwar kein US-Schoolbus im Einsatz sein, dafür sind drei Touren mit je acht Schülern in Kleinbussen geplant, um noch besser und gezielter auf die Fragen und Interessen der Jugendlichen eingehen zu können“, so Fichtl. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmer in Werkstätten und Büroräumen wieder, wie interessant und spannend das Arbeitsumfeld im Handwerk ist.

Das Konzept, an einem Tag die Betriebe der Region dem Nachwuchs nahe zu bringen, geht nicht nur ins zweite Jahr, sondern soll laut Fichtl und Sprödhuber ein jährlicher Aktionstag werden.

Betriebsinhaber und Meister können den Tag nutzen und Jugendliche in ihren Betrieben herumführen, diese präsentieren und aktive Teilnahme anbieten.

spi

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