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Nach zehn Jahren hat Martin Güll beim Parteitag den Vorsitz abgegeben. Ihm folgt Hubert Böck.

„Was du geleistet hast, ist enorm“

Hubert Böck folgt auf Martin Güll als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Dachau

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Nach zehn Jahren hat Martin Güll beim Parteitag den Vorsitz abgegeben. Er habe immer Freude an der Aufgabe gehabt. Nachfolger wird Hubert Böck.

Dachau – Im SPD-Unterbezirk Dachau hat eine neue Ära begonnen. Nach zehn Jahren hat Martin Güll beim Parteitag den Vorsitz abgegeben. Ihm folgt Hubert Böck (53), der sich schon als zweiter Bürgermeister von Indersdorf, Kreisrat und Vorsitzender des neuen Ortsverbands Indersdorf engagiert, zu dem sich vor Kurzem die Verbände aus Indersdorf, Bergkirchen, Altomünster und Schwabhausen zusammengeschlossen haben. 

Martin Güll gibt SPD-Vorsitz ab: Hubert Böck übernimmt

Böck übernimmt in stürmischen Zeiten: Rund 500 Mitglieder hat die Kreis-SPD derzeit, im Jahr 2010 waren es über 650. Die Landtagswahl lief schlecht, Martin Güll verlor sein Landtagsmandat. Jetzt aber sieht die Partei wieder positiv in die Zukunft. „Wichtig ist, zu den Menschen rauszugehen und unsere Parteigenossen immer wieder an der Arbeit zu beteiligen“, gab Güll seinem Nachfolger mit auf dem Weg. 

„Ich hatte die Möglichkeit, sehr viel zu lernen und viele hochinteressante Erfahrungen zu sammeln“

Güll wurde 2009 Kreisvorsitzender. Er habe immer Freude an der Aufgabe gehabt: „Ich hatte die Möglichkeit, sehr viel zu lernen und viele hochinteressante Erfahrungen zu sammeln.“ Jetzt aber sei der richtige Zeitpunkt, aufzuhören. Güll wird nach Franken ziehen. Wie sehr er in der Partei fehlen wird, betonten unter anderem Sören Schneider von der Dachauer und Max Eckardt von der Karlsfelder SPD. „Du hattest immer viel mehr Ideen, als wir umsetzen konnten“, lobte Eckardt. „Was du geleistet hast, ist enorm“, erklärte auch der Landtagsabgeordnete Florian Ritter. 

Hubert Böck wird Nachfolger von Martin Güll: Fokus auf Europawahl und Kommunalwahl 2020

Mit Böck habe man aber einen guten Nachfolger gefunden: „Aus dem Tal raus kommt man durch Mut, Ideen, harte Arbeit und Solidarität, diese Eigenschaften werden jetzt weitergetragen.“ Böck sitzt seit 2008 für die SPD in Indersdorf im Gemeinderat und im Kreistag. 2014 trat er als Bürgermeisterkandidat an, unterlag aber Franz Obesser von der CSU. Die Entscheidung, sich für den Vorsitz zur Verfügung zu stellen, sei nach der Zusammenlegung der Ortsvereine gefallen. Böck: „Da habe ich gesehen, wie viele motivierte Leute wir haben.“ Jetzt liege der Fokus auf der Europawahl im Mai und der Kommunalwahl 2020. „Unser Ziel ist es, in jeder Gemeinde eine Liste mit guten Kandidaten aufstellen zu können“, hofft Böck. 

Inhaltlich möchte er sich unter anderem auf die Themen Wohnungsnot und Mobilität konzentrieren. „Wir bräuchten zum Beispiel einen höheren S-Bahn-Takt, Querverbindungen und den Nordring.“ Außerdem will er sich weiter für eine Berufsoberschule im Landkreis einsetzen und verstärkt Frauen in der Politik fördern. Ob er selbst wieder für ein Amt – zum Beispiel als Landrat oder Indersdorfer Bürgermeister – kandidieren wird, ist offen. Böck: „Da werden wir uns in den nächsten Wochen zusammensetzen.“

Blick nach Karlsfeld: Der Kandidat sitzt nicht im Gemeinderat und ist im Ort weitgehend unbekannt, aber die Karlsfelder SPD ist sich sicher: Mit Dr. Bernhard Goodwin hat sie den richtigen Bürgermeisterkandidaten für 2020 gefunden. Und: Insgesamt 4883 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr in Stadt und Landkreis Dachau registriert. Dies entspricht einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

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