Schreckliches Zug-Unglück: Großeinsatz läuft - wohl mindestens ein Todesopfer

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Zwei der sechs geretteten Kätzchen: Sie benötigen viel Pflege und Behandlung.
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Zwei der sechs geretteten Kätzchen : Sie benötigen viel Pflege und Behandlung.

Sie waren in keiner guten Verfassung

Illegaler Tierhandel aufgedeckt: Frau (36) verkauft Kätzchen nachts auf Parkplatz - Polizei schreitet ein

Sie bot Kätzchen auf Ebay an, übergab die sterbenskranken Tiere nachts auf Parkplätzen und verlangte horrende Summen für die Tiere: Eine 36-jährige Frau ist der Polizei im Landkreis ins Netz gegangen. Tierschutzvereine und Veterinäramt leisteten wertvolle Vorarbeit.

  • Eine Frau (36) bot kranke Kätzchen nachts auf Parkplätzen zum Verkauf an.
  • Für die Tiere verlangte sie horrende Summen.
  • Polizei, Veterinäramt und Tierschutz stellten ihr eine Falle.

LandkreisIn einer gemeinsamen Aktion von Tierschutz, Veterinäramt und Polizei konnte eine 36-jährige Frau auf frischer Tat ertappt werden. Sie wollte kranke, viel zu junge Katzenbabys für viel Geld verkaufen, nachts, auf Parkplätzen im Landkreis Dachau. Bei einer dieser Übergaben wartete bereits die Polizei auf sie. Den schwerkranken Kätzchen nahmen sich Veterinäramt und Tierschutzverein an.

Tierschützer entdecken den illegalen Katzenhandel auf Ebay

Mitglieder desBundes für Katzenfreunde München hatten im Juni auf Ebay eine Anzeige entdeckt, laut der jemand ein kleines Kätzchen gefunden hat und dieses für 80 Euro verkaufen möchte. Das teilte das Landratsamt gestern in einer Pressemitteilung mit. Der Preis wurde dann auf 40 Euro „reduziert“. Um das Tier zu retten, entschloss man sich, das Tier zu kaufen. Als Übergabeort wurde von der Verkäuferin der Park&Ride-Parkplatz Karlsfeld genannt, Übergabezeitpunkt 1 Uhr nachts. Nachdem die Verkäuferin nicht erschien, wurde ein erneuter Treffpunkt ausgemacht, wieder wurde ein Parkplatz vorgeschlagen. Die Verkäuferin stieg nicht aus, wollte erst das Geld und reichte dann ein schwer krankes Katzenkind durch das Fenster. „Hätten die Tierfreunde das Tier nicht übernommen, hätte es ohne tierärztliche Behandlung nicht mehr lange zu leben gehabt“, so Pressesprecher Wolfgang Reichelt.

Die illegale Tierhändlerin ist keine Unbekannte

Schon am nächsten Tag wurde wieder eine Anzeige auf Ebay entdeckt, dieses Mal wurden zwei Katzenkinder für je 120 Euro angeboten. Da der erste Übergabeort im Landkreis Dachau lag, wandte sich der Katzenschutzbund an den Tierschutzverein Dachau, bat um Unterstützung und fragte bei Vorsitzender Silvia Gruber nach, ob die Verkäuferin bekannt sei. Dem war so: „Die Dame ist mir bekannt, früher verkaufte sie unzählige Hamster in ihrer Wohnung, aber auch Hunde und Katzen.“

Herzlichen Dank an den Bund der Katzenfreunde, dem Veterinäramt Dachau und der Polizei Dachau für die tolle...

Gepostet von Tierheim Dachau am Mittwoch, 15. Juli 2020

Silvia Gruber kontaktierte daraufhin das Veterinäramt und bekam von dort sofort Hilfe zugesagt. Die Behörde stellte den Kontakt mit der Polizei Dachau her. Zwei vorgeschobene Tierinteressenten stellten sich zur Verfügung. Die Übergabezeit, Donnerstag, 2. Juli, 21 Uhr, und der Ort wurden relativ kurzfristig von der Verkäuferin mitgeteilt. Am Übergabeort, diesmal der Rewe-Parkplatz in Karlsfeld, warteten die angeblichen Kaufinteressenten, aber auch die Polizei in Zivil und zwei Mitglieder des Tierschutzvereins Dachau.

Die illegal zum Kauf angebotenen Kätzchen waren in keinen guten gesundheitlichen Zustand

„Nach dem Eintreffen der Verkäuferin ging alles sehr schnell“, so das Landratsamt im Pressebericht. Die Verkäuferin musste ihren Transporter öffnen. Im Inneren wurden sechs Katzenkinder vorgefunden, die aus drei verschiedenen Würfen stammen, wie Silvia Gruber vermutet, „das kleinste Katzenkind wog gerade mal 470 Gramm und wurde auch noch viel zu früh von der Mutter getrennt“. Alle Katzen waren extrem verfloht, hatten Durchfall und wirkten krank. Nach der tierärztlichen Untersuchung und Kotproben stand fest, dass sie massiven Wurmbefall haben, außerdem Giardien und Kokzidien, hartnäckige Darmparasiten. „Das Schlimmste ist, dass alle positiv auf Katzenseuche getestet wurden“, so Gruber. Die Tiere benötigen nun viel Pflege, Infusionen und Medikamente. Der Zustand einer Katze hatte sich so verschlechtert, dass sie wenig später in eine Tierklinik gebracht werden musste.

Laut Polizei sei die 36-Jährige inzwischen im Landkreis Donau-Ries gemeldet. Die Ermittlungen gegen sie wegen illegalen Tierhandels werden nun weitergeleitet an das zuständige Veterinäramt. (dn/no)

Vor kurzem konnte die Polizei auch mehrere Katzenbabys bei einer Zoll-Kontrolle auf der A3 retten.

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