50 Cent pro Stunde kostet das Parken ab dem Frühjahr in der neuen Bewohnerparkzone zwischen Bahnhof und Münchner Straße.

Dreieck zwischen Bahnhofstraße, Münchner Straße und S-Bahnlinie

Im Frühjahr startet neue Bewohnerparkzone

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Die Große Kreisstadt bekommt eine neue Bewohnerparkzone. Im Dreieck zwischen Bahnhofstraße, Münchner Straße und S-Bahnlinie sollen ab kommendem Frühjahr nur noch Anwohner kostenlos parken dürfen. Für alle anderen gilt eine Gebühr von 50 Cent pro Stunde.

Dachau – Die Bewohnerparkzone Augustenfeld, seit mittlerweile einem Jahr in Betrieb, hat sich etabliert. Besser noch: Vom ersten Tag an zeigte die neue Regelung Wirkung. Die vormals heillos zugeparkten Straßen waren schlagartig leer; der allmorgendliche, chaotische Park-Such-Verkehr hatte ein Ende.

Gleiches soll nun für den Bereich westlich der Bahn gelten, genauer gesagt den Umgriff S-Bahnlinie, Bahnhofstraße und Münchner Straße. Betroffen sind damit auch die Anlieger der Augustenfelder, der Goethe-, der Lessing-, der Bgm.-Krebs-Straße und der Neuangerstraße.

Sämtliche Bewohner, sagt Ordnungsamtsleiter Stefan Januschkowetz, würden in den kommenden Wochen noch genau über die Maßnahme informiert, zudem würden Infoflyer verteilt. Ziel ist, so Januschkowetz, die neue Zone im kommenden Frühjahr in Betrieb zu nehmen. Die Anwohner sollen rechtzeitig zum Start entsprechende Anträge auf Anwohnerausweise stellen können. Ob die Einführung im März, April oder Mai startet, hänge aber vom Wetter ab. Denn: Die Automaten, die – genau wie in der Bewohnerparkzone Augustenfeld – entlang der Straßen aufgestellt werden sollen, bräuchten zunächst entsprechende Fundamente.

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss ist mit dem Vorgehen einverstanden. In der jüngsten Sitzung hatte das Gremium zu entscheiden, wie die neue Parkregelung beschildert werden soll. Als mögliche Varianten hatte das Ordnungsamt vorgeschlagen, die Zone – analog zur Altstadt – nur an den Einfahrten mit entsprechenden Verkehrszeichen zu markieren. Die zweite Variante, für die sich der Ausschuss letztlich entschied, sieht eine Beschilderung in allen Straßen des Gebiets vor – eben so wie in der Bewohnerparkzone Augustenfeld. Dies führt laut Verwaltung zwar zu deutlich mehr Schildern sowie einem höheren Aufwand, diese aufzustellen, aber auch zu einer besseren Erkennbarkeit der geltenden Parkregelung. Im Sinne der „Einheitlichkeit und der Gleichbehandlung der beiden Bewohnerparkzonen“, so Verkehrsreferent Volker Koch (SPD), sei ihm die Lösung mit den vielen Schildern daher eindeutig „die liebste“.

Bevor die Bewohnerparkzone Geld einbringt – im Bereich Augustenfeld waren es im Jahr 2018 immerhin 58 000 Euro, wovon jedoch die Unterhalts- sowie die Personalkosten für die Parkraumüberwachung abgezogen werden –, muss die Stadt investieren. Für die Beschaffung von insgesamt 14 Automaten sowie der entsprechenden Beschilderung rechnet der Stadtbauhof mit Kosten in Höhe von 121 500 Euro.

Wesentlich günstiger wäre es da übrigens gewesen, in dem Bereich ein kostenfreies Parken mit Parkscheibenpflicht und einer festgelegten Höchstparkdauer einzurichten. Hierfür, so rechnet der Stadtbauhof vor, wären nur zirka 10 000 Euro an Investitionskosten angefallen.

Als Parkgebühr einigte sich das Gremium auf 50 Cent pro Stunde – und zwar ohne Angabe einer Maximalparkdauer. Dies, so begründet es die Verwaltung, komme vor allem den Patienten des MVZ zugute, die vor der Behandlung oft auch noch stundenlange Wartezeiten auf sich nehmen müssten. Auch Pendler können durch den Verzicht auf eine Höchstparkdauer in dem Bereich ihr Auto abstellen – sofern sie bereit sind, 50 Cent pro Stunde zu bezahlen. Der Parkausweis für die Anwohner dürfte – wie in Augustenfeld auch – 30 Euro Jahresgebühr kosten.

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