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Waren mehrere Stunden ohne Computer: Helios-Amper-Kliniken in Dachau.

Hardware-Problem in Helios Amper-Kliniken

Nur eingeschränkter Betrieb in Notaufnahme: Computersystem fällt für mehrere Stunden aus

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Ein IT-Fehler hat am Dienstag zwischen 2.15 und 9.35 Uhr morgens in der Notaufnahme der Helios Amper-Kliniken in Dachau und Indersdorf für Probleme gesorgt. Es handelte sich um ein Hardware-Problem.

Dachau – Ein IT-Fehler hat am Dienstag zwischen 2.15 und 9.35 Uhr morgens in der Notaufnahme der Helios Amper-Kliniken für Probleme gesorgt. Verursacht wurde der Zwischenfall jedoch nicht durch einen Computervirus oder eine Cyber-Attacke, wie Sprecherin Pia Ott auf Nachfrage betont.

Wie berichtet, hatten Hacker mittels eines Computervirus das IT-Netzwerk des Fürstenfeldbrucker Klinikums tagelang lahmgelegt. In dieser Zeit konnten nur absolute Notfälle aufgenommen werden, andere Patienten wurden nach München, Dachau, Starnberg oder Landsberg gebracht.

IT-Problem in Dachauer Klinik: Krankenhaus stellt auf Papier-System um

Das IT-Problem gestern Nacht in Dachau hatte dagegen weit geringere Auswirkungen. Ott zufolge gab es in den Helios Amper-Kliniken „Probleme mit der Hardware, auf der das Krankenhaus-Informations-System läuft“. Diese Probleme seien jedoch schnell behoben worden, in der Zwischenzeit habe man auf ein Papiersystem umgestellt. 

Allerdings gibt Ott zu: „Der Betrieb in der Notaufnahme in den Kliniken Dachau und Indersdorf lief nur eingeschränkt weiter.“ Die Notfallversorgung mit Rettungswagen sei für diesen Zeitraum bei der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck, die für die Abwicklung der Einsätze des Rettungsdienstes zuständig ist, für beide Kliniken abgesagt worden. Patienten, die eigenständig in der Notaufnahme erschienen, seien aber behandelt worden. Auch die Erstversorgung von lebensbedrohlich erkrankten Patienten mit Rettungswagen sei gewährleistet gewesen, wurde laut Ott „aber in diesem Zeitraum nicht angefragt“.

Dachauer Computer-Ausfall keine Cyberattacke wie in Fürstenfeldbruck

Parallelen zum „Malware-Befall“ im Klinikum Fürstenfeldbruck sieht die Sprecherin angesichts dieses schnell gelösten Hardware-Problems nicht. Dass eine Cyberattacke, wie zuletzt in Fürstenfeldbruck geschehen, in Dachau aber möglich wäre, kann Ott nicht ausschließen, denn: „Kein Unternehmen der Welt kann einen Hackerangriff und damit einen Angriff auf die Computersysteme gänzlich ausschließen.“ Die Helios Amper-Kliniken seien aber „bestmöglich auf eventuelle Angriffe ihrer IT-Systeme eingestellt“. Als Teil des Helios Konzerns profitierten die Kliniken von den Sicherheitsvorkehrungen und Abwehr- und Alarmierungssystemen des gesamten Konzerns.

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