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Die CSU eröffnete den Wahlkampf mit der Präsentation ihres OB-Kandidaten Peter Strauch.

Nach der Bekanntgabe der CSU ihres OB-Kandidaten

Irritation über Frühstart des Wahlkampfs

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Die CSU gibt das Tempo vor: Mit der Vorstellung Peter Strauchs als OB-Kandidat haben die Christsozialen den Kommunalwahlkampf in Dachau eröffnet. Die anderen Parteien sind überrascht. Und der OB bleibt gelassen.

Dachau – „Es wird jetzt wohl keinen überraschen“, erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann gestern auf Nachfrage der Heimatzeitung, aber „ja, ich trete noch mal an“. Wann genau die Mitgliederversammlung seines SPD-Ortsvereins, die ihn ja offiziell bestätigen muss, stattfinden wird, stehe aber noch nicht fest. „Irgendwann im Lauf des nächstes Jahres“ werde dies sein, so Hartmann. Zuvor aber würde er schon gerne noch „ein bisschen Stadtpolitik machen“.

Dass dies nun, angesichts der Bekanntgabe Strauchs als CSU-Kandidat, noch so ohne weiteres möglich sein wird, bezweifeln die anderen Stadtratsparteien. Dr. Peter Gampenrieder (ÜB) artikulierte gestern die „gewisse Befürchtung, dass ein so langer Wahlkampf der Entscheidungsfindung nicht gut tun könnte“. Sein Verständnis von „guter Stadtratspolitik im Interesse der Bürger“ sei es, fünfeinhalb Jahre lang konstruktiv zu arbeiten und ein halbes Jahr lang Wahlkampf zu machen. Ob dieser „Frühstart der CSU“ – zur Erinnerung: die Kommunalwahl findet im Frühjahr 2020 statt – am Ende erfolgreich sein wird, das, so Gampenrieder, „muss sich erst noch erweisen“.

Wer der ÜB-Kandidat werden wird, entscheidet sich Gampenrieder zufolge erst im (Früh-)Sommer. Ebenso wollen es die Grünen halten, wobei auch Stadtrat Thomas Kreß betont, „schon verwundert“ gewesen zu sein, dass die CSU ihren Kandidaten jetzt schon „groß verkündet“. Beim Bündnis wolle man ohnehin keinen OB-Kandidaten stellen, erklärt zweiter Bürgermeister Kai Kühnel auf Nachfrage, und sich stattdessen „auf die Inhalte konzentrieren“.

Bei Wolfgang Moll (parteifrei) ist „bislang noch keine Entscheidung darüber gereift ist, ob und, wenn ja, in welcher Form man sich an einer Oberbürgermeisterwahl beteiligt“. Ihn und Jürgen Seidl (FDP) habe es aber ebenfalls überrascht, wie früh die CSU den „Reigen“ um die Oberbürgermeisterwahl in Bewegung gebracht hat“.

CSU-Kandidat Peter Strauch beruhigt derweil: Die CSU werde auch in den kommenden Monaten Sachpolitik betreiben (siehe auch Lokalseite 3). „Im Wahlkampf geht es um Ideen und Konzepte. Mit dem Tagesgeschäft hat das ja nix zu tun.“

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