Julia Grote, Kreisvorsitzende der JU,  zur Reaktion der CDU auf Rezo-Video

Julia Grote, Kreisvorsitzende der JU Dachau, zur Reaktion der CDU auf Rezo-Video

„Ich kann mich für die Parteizentrale unserer Schwesterpartei nur schämen“

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Im Interview erklärt Julia Grote, Kreisvorsitzenden der Jungen Union Dachau, wie die CDU auf das Rezo-Video hätte reagieren sollen.

Dachau – Der YouTuber Rezo hat mit seinem Video „Zerstörung der CDU“ kurz vor der Europawahl für Aufregung gesorgt. Fast noch mehr Ärger gab es aber, als CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zuletzt laut über die Regulierung von Meinungsäußerungen im Internet nachdachte und ein ursprünglich geplantes Gegenvideo dann doch nicht ausgestrahlt wurde. Wie also hätte die Partei reagieren sollen? Die Heimatzeitung fragte bei Julia Grote, der Kreisvorsitzenden der Jungen Union Dachau, nach.

Frau Grote, wäre es, nach den umstrittenen Äußerungen von Annegret Kramp-Karrenbauer zu dem Video, nicht eigentlich die Aufgabe der Jungen Union, auf einen derartigen Clip entsprechend frech zu reagieren?

Julia Grote: Meiner Ansicht nach hätte die CDU einfach das Video des Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor veröffentlichen sollen. Er ist JUler und hat die nötige Schlagfertigkeit und Leidenschaft. Ich kann mich für die Parteizentrale unserer Schwesterpartei nur schämen.

Was konkret macht die Junge Union Dachau in und mit den neuen Medien, um ihre Botschaften unters Volk zu bringen?

Wir sind auf Facebook und auf Instagram. Unser Ziel ist es dort vor allem, der Jungen Union Dachau im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht zu geben und auf unsere Veranstaltungen hinzuweisen. Am liebsten diskutieren wir nämlich dort live und in Farbe.

Woran könnte es liegen, dass im Moment gerade junge Leute lieber grün als schwarz wählen?

Die CSU war noch nie die Partei der jungen Wilden und das finde ich auch völlig in Ordnung bei einer Volkspartei. Dass die Zustimmungswerte aber so niedrig sind, müssen wir als echten Warnschuss sehen. Ein guter Anfang ist die Verjüngung des Personals auf allen Ebenen, wie es Markus Söder bei seiner Kabinettsbildung schon vorgelebt hat. Aber das ist nicht genug. Wenn ich an die Grünen denke, dann denke ich inzwischen an Jeans, Turnschuhe und gute Laune. Von dieser Leichtigkeit und Ungezwungenheit sollten wir uns eine Scheibe abschneiden.

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