Bei der Automatenknackerbande klickten die Handschellen.
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Bei der Automatenknackerbande klickten die Handschellen.

Schaden von 20 000 Euro

Sechs Zigarettenautomaten gesprengt - Polizei fasst die Täter mit Razzia

  • Thomas Zimmerly
    vonThomas Zimmerly
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Im letzten Jahr hat eine Bande sechs Zigarettenautomaten im Landkreis Dachau und in München gesprengt. Die Polizei konnte die Täter nun schnappen. 

  • Im letzten Jahr hat eine Bande im Landkreis Dachau und in München ihr Unwesen getrieben.
  • Sie sprengten sechs Zigarettenautomaten.
  • Nun hat das LKA die Täter dingfest gemacht. 

Landkreis – Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat am Mittwoch eine zehnköpfige Bande aus dem Landkreis Dachau sowie dem Westen Münchens dingfest gemacht, der vorgeworfen wird, im Zeitraum vom 1. bis 23. November 2019 sechs Zigarettenautomaten in Dachau, Karlsfeld und München gesprengt zu haben. 

Bei ihren Taten jagten die jungen Männer im Alter zwischen 15 und 19 Jahren jeweils mit selbsthergestellten Sprengsätzen die Automaten in die Luft und nahmen die Zigaretten sowie das Bargeld mit. Der Schaden an den Geräten beläuft sich auf rund 20 000 Euro. Wie hoch die Beute ist, konnte das LKA gestern noch nicht sagen. „Trotz der enormen Gefahren für Unbeteiligte und Täter wurde glücklicherweise niemand verletzt“, so LKA-Pressesprecher Kevin Perleberg. Die Automaten wurden zum Teil völlig zerstört.

Automatenknackerbande mit Razzia geschnappt

Nach zwei Zeugenaufrufen sowie umfangreicher Spurensicherungsarbeit und intensiver Ermittlungen, so das LKA, hätte sich der Verdacht gegen zehn Personen verdichtet. Im Zuge der ersten Ermittlungen hatten Sprengstoffexperten des LKA bereits acht Objekte durchsucht, das Amtsgericht München hatte seinerzeit zwei Haftbefehle erlassen.

In den frühen Morgenstunden des vergangenen Mittwoch schließlich durchsuchte die Polizei fünf weitere Wohnungen. „Hierbei konnten unter anderem Tatmittel wie Rohrkörper, Chemikalien, pyrotechnische Gegenstände und weitere selbsthergestellte Sprengkörper aufgefunden werden. Da von derartigen Selbstbauten grundsätzlich eine hohe Gefahr ausgeht, wurden zur Sicherung der Gegenstände die Entschärfer der Technischen Sondergruppe des LKA hinzugezogen“, so Perleberg.

Zehnköpfige Bande festgenommen und in U-Haft gebracht

Im Anschluss an die Razzia am Mittwoch wurde die zehnköpfige Bande festgenommen. Die jungen Männer stammen aus Dachau, Pfaffenhofen an der Glonn, Sulzemoos sowie weiteren Orten aus dem Münchner Westen. Fünf von ihnen kamen in Untersuchungshaft. Laut Perleberg handelt es dabei um die Hersteller des Sprengstoffs bzw. die Drahtzieher der Taten. Fünf weitere Männer, die das LKA als Mitläufer einstuft, kamen nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß.

Den Mitgliedern der Automatenknackerbande wird nun Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, Diebstahl und Sachbeschädigung vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft München I und dem bayerischen Landeskriminalamt geführt. 

zim

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