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Ein Rottweiler hat in Dachau ein 17-jähriges Mädchen angegriffen. Unsere Redakteurin findet das Handeln der Stadt Dachau in diesem Fall fahrlässig.

Angelegenheit könnte Folgen haben

Kommentar zur Beiß-Attacke des Rottweilers in Dachau: Stadt handelte fahrlässig

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Das Handeln der Stadt Dachau im Fall des Rottweilers, der eine 17-Jährige angegriffen hat, ist mehr als fahrlässig. Das findet Merkur-Redakteurin Stefanie Zipfer.

Dachau - Als im Frühjahr der Staffordshire-Terrier-Mix „Chico“ nach einer tödlichen Beißattacke auf zwei Menschen eingeschläfert wurde, war die Aufregung im Land groß: Einerseits, weil der zuständigen Stadt Hannover haarsträubende Versäumnisse im Umgang mit dem aggressiven Tier nachgewiesen wurden; andererseits, weil es tatsächlich Menschen gab, die Mahnwachen für „Chico“ abhielten und den Hund als „Justizopfer“ beklagten. 

Dass die Stadt ihr spätes Eingreifen im Fall des Rottweilers, der in Dachau eine 17-Jährige gebissen hat, nun damit rechtfertigt, dass es juristisch und menschlich schwierig sei, einer Familie den Hund zu nehmen, ist dennoch mehr als fahrlässig. Die 17-Jährige hätte heute keine zehn Zentimeter lange und drei Zentimeter tiefe Wunde am Bein, wenn die Stadt gehandelt hätte. 

Und auch für die Stadt könnte die Angelegenheit Folgen haben: Laut Experten bewegt man sich hier nämlich in einer rechtlichen Grauzone; wenn es blöd läuft, könnte die Stadt für die Attacke sogar haftbar gemacht werden. Nun die Verantwortung auf die Polizei zu schieben, ist zu kurz gegriffen. Deren Hundeführer können allenfalls Ratschläge geben, rechtlich bindend sind diese nicht. Wesentlich hilfreicher könnte da ein Anruf in München sein. Denn, nur so als Tipp: Im Kreisverwaltungsreferat gibt es zu diesem Thema eine eigene Abteilung.

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