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Symbolbild: MVV Nahverkehr

„Junge Leute sollen sich an MVV-Nutzung gewöhnen“

Kreisausschuss stimmt der Einführung des 365-Euro-Tickets zu

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Gute Nachrichten für junge Leute im Landkreis Dachau:  Einstimmig hat der Kreisausschuss die Einführung des 365-Euro-Tickets für junge Menschen beschlossen.

Landkreis – Der Landkreis Dachau hat seinem „opulenten Werk“ zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Einstimmig befürwortete der Kreisausschuss die Einführung des 365-Euro-Tickets für junge Menschen.Ziehen alle acht Verbundlandkreise des MVV, der Freistaat sowie die Landeshauptstadt München mit, kommt das Ticket vorerst drei Jahre lang bereits zum 1. August. Ziel des „MVV-Bonbons“ ist die frühe Gewöhnung junger Menschen an die öffentlichen Verkehrsmittel.

Im Einführungsjahr werden Gesamtkosten in Höhe von rund 30 Millionen Euro prognostiziert. Der Freistaat übernimmt davon rund zwei Drittel. Für den Landkreis Dachau gilt es immerhin noch (maximal) 511 000 Euro brutto zu stemmen. Hierzu muss man wissen, dass die Kosten unter den Verbundpartnern nach den Schülerzahlen aufgeschlüsselt werden.

Vorsicht gelte es walten zu lassen, was den Namen des Projekts 365-Euro-Ticket angehe, meinte Landrat Stefan Löwl. Das sei zufällig gewählt. Irgendwann komme vielleicht eine Erhöhung, und dann müsste es etwa 375-Euro-Ticket heißen. Doch soweit ist es noch nicht. Fakt ist, dass der Fahrschein „ein Jahr lang für den gesamten MVV-Bereich gilt“, sagte Albert Herbst, Fachmann für den öffentlichen Nahverkehr im Landratsamt. Und besonders schön: Er gilt auch während der Ferien. Aber welche jungen Fahrgäste können das Ticket lösen?

Das sind einmal Schüler, Auszubildende, Beamtenanwärter bis 18 Jahre, aber auch solche, die weder zur Schule gehen noch sich ausbilden lassen. So können auch Personen, die einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr ableisten, profitieren. Zu beachten ist: Das Ticket ist für diejenigen Schüler kostenlos, die Anspruch auf eine kostenlose Beförderung zur Schule und dafür ein MVV-Ticket haben.

Diese Konstellation weckt natürlich Begehrlichkeiten bei denjenigen, die nicht in den Genuss des „MVV-Bonbons“ kommen. Also bei Schülern, die die gültige Mindestentfernung zur Schule nicht erreichen oder Schülern ab der 11. Klasse von Privatschulen, aber auch bei Alleinerziehenden, Asylbewerbern, Studenten oder Senioren. Darüber wird in Zukunft noch zu diskutieren sein. Und auch darüber, das MVV-Netz auszubauen. „Die S-Bahn“, so CSU-Fraktionschef Wolfgang Offenbeck, „ist bereits jetzt am Limit angekommen – oder sogar schon drüber“.

Im Hier und Jetzt kommt – bei allgemeiner Zustimmung – erst einmal das 365-Euro-Ticket. Dieses, so Georg Weigl (ÖDP), „ist besser zu verkaufen, als jede Tarifreform“.  

So entschieden  die Tölzer Kommunalpolitiker über das 365-Euro-Ticket. 

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