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Kriminelle geben sich als Bankmitarbeiter aus

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Online-Banking
Online-Banking öffnet Betrügern Möglichkeiten © Andrea Warnecke

Um ihre Kunden vor Betrügern am Telefon und im Internet zu schützen, informiert die Volksbank Raiffeisenbank Dachau über deren Tricks und Vorgehensweisen. Die Kriminellen behaupten unter verschiedenen Vorwänden, im Namen der Bank des Kunden anzurufen.

Dachau - In einigen Fällen wurde der Anruf von den Betrügern vorab per SMS, WhatsApp oder E-Mail angekündigt. Der Anrufer verlangt, dass der Kunde eine Testüberweisung durchführt und eine TAN freigibt. Die Betrüger nutzen diese TAN für eine Echtzeitüberweisung, die nicht mehr widerrufen werden kann. Manche Betrüger verschicken täuschend echt aussehende Briefe „im Namen der Bank“ und bringen Kunden dazu, ihre gefälschten Internetseiten aufzurufen. Die so übermittelten Daten nutzen die Betrüger, um einen neuen Freischaltcode für das vom Kunden genutzte TAN-Verfahren zu beantragen. Wenn dieser Freischaltcode den Betrügern mitgeteilt wird, haben diese vollen Zugriff auf die Konten der Kunden.

Um der Bedrohung zu begegnen, wurden die Standards interner Betrugswarnsysteme angepasst. Dadurch könne es momentan vermehrt dazu kommen, dass Echtzeitüberweisungen abgelehnt werden, so die Bank.

Thomas Höbel warnt: „Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein und geben Sie keine Daten weiter! Legen Sie einfach auf.“ Es sei nicht üblich, dass Bankmitarbeiter ihre Kunden nach einer PIN oder TAN fragen. Bei einer TAN-Freigabe sollte der Kunde unbedingt die IBAN und den Betrag prüfen. „Sollte Ihnen etwas komisch vorkommen, brechen Sie die Transaktion lieber ab“, so Thomas Höbel. Falls es doch passiert, dass jemand seine Daten bereits preisgegeben hat, so muss er umgehend sein Online-Banking sperren lassen. Bei diesen Betrugsfällen ist der Schaden durch keine Versicherung gedeckt.

mm

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