Stefan Löwl
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Stefan Löwl war bei der Videokonferenz mit der Kanzlerin dabei

Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit bayerischen Landräten

Löwl ist nicht zu Wort gekommen

Dachau – Landrat Stefan Löwl war einer der Teilnehmer der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zumindest indirekt forderte Löwl Lockerungen bei einer niedrigen Inzidenz im Landkreis.

Herr Löwl, haben Sie sich zu Wort gemeldet – beziehungsweise: Sind Sie zu Wort gekommen?

Die Wortmeldungen erfolgten über den Chat und wurden zum Teil gesammelt beantwortet. Von den knapp 100 Teilnehmern konnten leider nur die Präsidenten von Landkreis- und Städtetag sowie ca. 15 Kolleginnen und Kollegen direkt sprechen. Meine beiden schriftlichen „Hauptfragen“ wurden auch von anderen gestellt und somit größtenteils „mitbeantwortet“.

Diese waren?

Dass bei einer niedrigen Inzidenz unter 35 in einem Landkreis lokale Lockerungen zumindest in den Bereichen notwendig sind, wo keine überörtlichen Tourismus-/Einkaufs-Verkehre zu erwarten sind. Also beispielsweise Treffen mit zwei Haushalten oder die frühere Fünf-Personen-Regel, Möglichkeit zum Individualsport, gegebenenfalls bei einer Inzidenz kleiner als 30, 25 oder 20 auch Öffnung kleinerer Ladengeschäfte bis 400 Quadratmeter, Restaurants, Veranstaltungen bis 50 Personen, gerne verbunden mit der Auflage, dass Personen aus Landkreisen mit einer höheren Inzidenz diese Angebote nicht wahrnehmen dürfen oder nur bei Vorlage eines aktuellen Coronatests, ähnlich wie die Altenheimbesuchsregelung. Und die Frage, wie es besser gelingen kann, die durch Ankündigungen erzeugten Erwartungs- und Anspruchshaltungen bezüglich Auszahlung der Hilfen, Verfügbarkeit von Impfstoff, aktuell nun die Schnelltestangebote für jeden in Einklang zu bringen mit den für die reale, millionenfache Umsetzung notwendigen Zeiträumen.

Was hat die Videokonferenz Ihrer Meinung nach bewirkt?

Die Komplexität, Vielschichtigkeit, aber auch die hohe gemeinsame Verantwortung der Entscheidungsträger wurde hier sehr deutlich. Der Präsident des Städtetags, Oberbürgermeister Markus Pannermayr, fasst dies gut zusammen: „Der Städtetag steht nicht für leichtfertige Forderungen, wo man im Februar sicher Applaus bekommt, im März dann aber wieder die Konsequenzen ziehen muss.“

no

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