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lternative zu konventionellen Verkehrskonzepten: die Seilbahn in Koblenz.

Machbarkeitsstudie in Auftrag

Seilbahn von Dachau nach München? Für das Landratsamt eine mögliche Alternative

Das Landratsamt hat positiv auf die Nachricht von Verkehrsministerin Ilse Aigner reagiert, die sich die Seilbahn als alternatives Verkehrsmittel vorstellen kann.

Dachau – „Ich kann mir grundsätzlich vorstellen, dass Seilbahnen auch außerhalb von Großstädten den ÖPNV bereichern können“, hatte Aigner auf einer Konferenz geäußert.

Im Gegensatz zur Darstellung von Bürgermeister Kai Kühnel (Bündnis für Dachau), „steht die Landkreisverwaltung und auch Landrat Stefan Löwl der Seilbahn nicht ablehnend, sondern sogar sehr offen gegenüber“, so der Sprecher des Landratsamtes Dachau, Wolfgang Reichelt. „Mit einer Seilbahn oder anderen innovativen Transportmitteln von Dachau oder Haimhausen zu den Arbeitsplätzen im Münchner Norden oder entlang der A 8 von Odelzhausen nach München über den Stau hinwegschweben“, so Reichelt, „klingt visionär und einfach“. Im Gegensatz zur S-Bahn brauche eine Seilbahn beispielsweise keinen Platz für Schienen, und sie müsse auch nicht das Schicksal von Bussen teilen, die im Berufsverkehr regelmäßig ausgebremst würden. Aus diesem Grund habe sich die Verwaltung des Landkreises laut Reichelt bereits vor über einem Jahr mit der Seilbahn als Ergänzung des ÖPNV befasst und Gespräche mit der Seilbahnbaufirma Doppelmayr geführt.

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Es war durchaus eine Überraschung, als der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Dachauer Stadtrat einstimmig beschlossen hatte, die Machbarkeit einer Seilbahnverbindung in den Münchner Norden (BMW FIZ) zu prüfen. Die den Antrag vorschlagende Fraktion Bündnis für Dachau nannte als Referenzprojekt die Seilbahn Koblenz, die seit 2011 den Rhein überquert und die Stadtteile Koblenz miteinander verbindet. Die Seilbahn, die anlässlich der 2011 stattfindenden Bundesgartenschau gebaut wurde und danach eigentlich wieder abgebaut werden sollte, ist jetzt bis 2026 genehmigt.

Die Betreibergesellschaft sieht die Seilbahn als Teil eines „zukunftsweisenden“ Stadtentwicklungsplans und nennt explizit die folgenden Vorteile gegenüber konventionellen Verkehrskonzepten: geringe Investitionskosten, geringe Betriebs- und Personalkos ten, eine minimale ökologische Belastung, die Entlastung der konventionellen Infrastruktur, die kurze Bauzeit, die Barrierefreiheit, die Beförderung von bis zu 3800 Personen pro Stunde in eine Richtung, keine Lärmbelästigung für die Anwohner und eine hohe Lebensdauer.

Aufgrund der Vorteile einer solchen Lösung zeigte sich Bündnis- Stadtrat Michael Eisenmann verwundert, „dass diese sehr vielversprechende Alternative“ vom Dachauer Landrat Stefan Löwl (CSU) „im Nahverkehrsplan nicht ansatzweise untersucht und einbezogen wurde. Und das obwohl wir vom Bündnis diese Möglichkeit bereits bei der Bürgerbeteiligung mit eingebracht haben und sogar einen konkreten Vorschlag für einen Streckenverlauf an den Landrat weitergegeben haben.“

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mm

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