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Das Volksfestfeuerwerk in Dachau soll durch eine Lasershow ersetzt werden.

Stadtrat Wolfgang Moll schlägt Neuerung bei Feuerwerk vor

Laser statt Schwarzpulver

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Stadtrat Wolfgang Moll hat eine Neuerung fürs Volksfest vorgeschlagen: das Feuerwerk durch eine Lasershow zu ersetzen. 

Dachau – Es ist unverbürgt, wie viele Menschen sich unter dem Dachauer Volksfestfeuerwerk schon ineinander verliebt, sich geküsst oder auf den Funken sprühenden Heiratsantrag des Partners „Ja“ gesagt haben. Fest steht allerdings, dass nicht nur Romantiker das Traditionsspektakel, das seit Jahrzehnten alljährlich über dem Himmel der Ludwig-Thoma-Wiese abgebrannt wird, lieben und es daher fester Bestandteil im Terminkalender der Großen Kreisstadt ist.

Stadtrat Wolfgang Moll (Wir), als Referent für Tourismus nach eigenen Worten auch zuständig für die „Außendarstellung“ des Volksfests, hatte nun eine Idee, wie die Stadt in Zeiten „ökologischer Verantwortbarkeit“ eine „Vorbildfunktion ausüben“ könnte: indem sie nämlich das Großfeuerwerk ersetzt durch ein Lasershowevent. Konkrete Anregungen dafür hatte sich Moll am Wochenende in den Niederlanden geholt.

Lasershow statt Feuerwerk? Das spricht dafür

Im Rahmen einer Delegationsfahrt hatte er mit Oberbürgermeister Florian Hartmann die Kultur-Partnerstadt Renkum besucht und dort eine beeindruckende und leistungsstarke „Event-Lasertechnik“ erlebt. Da er „persönlich ohnehin schon länger infrage stellt, inwiefern ein Großfeuerwerk noch zeitgemäß“ sei, habe er sich daher zu einem Antrag an den Stadtrat entschlossen, doch prüfen zu lassen, ob und wie eine derartige Lasershow über Dachau möglich sei.

Eine Lasershow hätte Moll zufolge bezüglich Feinstaub- und Lärmbelastung sowie Unfallschutz unbestreitbare Vorteile.

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Ob die Stadträte dies ähnlich sehen, wird sich in einer der nächsten Sitzungen zeigen. Der für das Volksfest zuständige Amtsleiter Markus Haberl betont jedoch, „tatsächlich schon Positives“ über derartige Laser-Events gehört zu haben; „ernsthaft darüber nachgedacht“ habe man im Rathaus aber noch nicht. Warum auch: Beschwerden über das Volksfestfeuerwerk habe es in den vergangenen Jahren nämlich nur „sehr sehr wenige gegeben“.

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