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Die ÜB fordert eine Lkw-Durchfahrtssperre (Symbolbild).

Anfrage der ÜB Dachau

Lkw-Sperre geht nur mit Umfahrung

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Die ÜB-Fraktion im Stadtrat will eine Sperrung der Dachauer Innenstadt für den Lkw-Durchgangsverkehr.

Dachau – Die ÜB-Fraktion im Stadtrat hatte im Oktober eine förmliche Anfrage an Oberbürgermeister Florian Hartmann gestellt, inwieweit eine Sperrung der Dachauer Innenstadt für den Lkw-Durchgangsverkehr möglich sei. Ordnungsamtsleiter Stefan Januschkowetz hatte dazu bereits im Herbst betont, dass hierzu der Paragraf 45 der Straßenverkehrsordnung entscheidend sein dürfte: Demzufolge ist es möglich, eine Durchfahrtssperre für Lkw einzurichten, sofern es zum einen eine leistungsfähige Ausweichroute gibt und dort nicht wieder Anwohner mit Lärm und Abgasen belastet werden. „An einer neu gebauten Umgehungsstraße“, so Januschkowetz damals gegenüber der Heimatzeitung, „wohnen erfahrungsgemäß nicht so viele Leute.“ Die Nordumfahrung sah er daher tatsächlich als „Möglichkeit, eine Alternative beispielsweise für die Mittermayerstraße einzurichten“.

Die von OB Hartmann nun verschickte Antwort auf die ÜB-Anfrage zielt in die gleiche Richtung ab: So seien in der Vergangenheit Überlegungen, die Achse Erich-Ollenhauer- und Sudetenlandstraße für den Lkw-Verkehr zu sperren, stets an einer fehlenden Umgehungsstraße gescheitert. Gleiches gelte, so der OB, für die Mittermayerstraße.

Ob es für eine umfassende Entlastung der Innenstadt vom Lkw-Verkehr neben der Nord- beziehungsweise Ostumfahrung auch noch eine Westumfahrung braucht, bedürfte laut Hartmann „genauerer Untersuchungen durch ein qualifiziertes Fachbüro. Hier würden insbesondere die Ziele der durch die Innenstadt fahrenden Lkw eine wichtige Rolle spielen“.

Der Nachweis einer vorhandenen Ausweichroute allein aber reicht nicht aus, um eine Durchfahrtssperre einzuführen, betont der OB: Unter anderem müsse nachgewiesen werden, dass die Wohnbevölkerung ohne die Sperrung von Lärm und Abgasen belastet werde, dass außerordentliche Schäden an den Straßen der Innenstadt entstünden und ganz allgemein die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gewährleistet sei.

Einen Seitenhieb auf den Stadtrat konnte sich der OB in seinem ansonsten nüchtern gehaltenen Antwortschreiben aber dennoch nicht verkneifen: Im Rahmen des Lärmaktionsplans habe die Verwaltung „bereits verschiedene Lkw-Durchfahrtsverbote zur Prüfung vorgeschlagen. Dies wurde aber mehrheitlich abgelehnt.“

Die ÜB möchte angesichts dieser Antwort laut Stadtrat Dr. Peter Gampenrieder nun weiter den Aspekt einer Nord-/Ostumfahrung verfolgen und – im Falle einer sinnvollen Realisierbarkeit einer Umgehung – sich auf für Pförtnerampeln am Stadtrand einsetzen.  

STEFANIE ZIPFER

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