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Straftaten je 1000 Einwohner: An der Spitze der Statistik steht Bergkirchen – dank seines Gewerbegebiets.

Kriminalitätsstatistik der Polizei 

Mehr Gewalt, weniger Diebstähle im Landkreis Dachau

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Insgesamt 4883 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr in Stadt und Landkreis Dachau registriert. Dies entspricht einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. In einzelnen Kriminalitätsbereichen gab es jedoch markante Anstiege: etwa bei den Sexualdelikten.

Dachau – Das Jahr 2018 war für die Dachauer Polizei kein normales Jahr – zumindest wenn es um versuchte und vollendete Tötungsdelikte ging: Unter anderem kam es in Petershausen zu einem grausigen Doppelmord, in Markt Indersdorf raste ein Mann mit seinem VW-Bus ins Haus seiner Ex-Freundin, und in Haimhausen ging ein Feuerteufel um. Im Vergleich zum Jahr 2017 also, in dem die Polizei nur zwei versuchte beziehungsweise vollendete Tötungsdelikte zählte, war 2018 mit neun Fällen in dieser Kriminalitätsrubrik ein arbeitsreiches Jahr.

Doch auch was Sexualdelikte angeht, gab es für die Dachauer Polizei viel zu tun: 64 Fälle standen zu Buche, was einem Anstieg um rund 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Um 6,4 Prozent stiegen auch die Fälle von Körperverletzungen auf insgesamt 664 an.

Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Diebstahlsdelikte – egal ob es sich dabei um Wohnungseinbrüche, Taschen- oder Ladendiebstahl handelte – gingen im Vorjahr zurück; nur noch 1103 Fälle zählten die Ermittler im Vorjahr. Die Polizei führt diesen Rückgang auf einerseits verstärkte Präsenz durch Streifen, andererseits auf erfolgreiche Präventionskampagnen zurück: „Die Nachbarn passen besser aufeinander auf, und auch die Sicherung der Wohnungen und Häuser hat mittlerweile eine bessere Qualität“, erklärt Polizeihauptkommissar Björn Scheid von der Inspektion Dachau.

Straftaten je 1000 Einwohner: An der Spitze der Statistik steht Bergkirchen – dank seines Gewerbegebiets.

Bemerkenswert in dem Zusammenhang ist Scheid zufolge jedoch, dass die Diebstahlsdelikte einem anderen Kriminalitätsfeld Platz machen: „Als ich anfing, machten die Diebstähle immer rund ein Drittel der Gesamtstraftaten aus.“ Mittlerweile seien jedoch Betrugs-, Vermögens- oder Fälschungsdelikte – vor allem im Internet – auf dem Vormarsch. Der Klassiker in diesem Zusammenhang: der sogenannte Ebay-Betrug, wo Anbieter Waren versteigern, nach Erhalt des Geldes diese Waren aber nie verschicken.

41,5 Prozent der insgesamt 4883 Delikte wurden im Jahr 2018 von Ausländern begangen – was einem Anstieg gegenüber dem Jahr 2017 um rund einem Prozent entspricht. Rund ein Viertel dieser Delikte wurde laut Scheid dabei von Asylbewerbern beziehungsweise Menschen mit Flüchtlingsstatus verübt. Beim Rest handelt es sich überwiegend um osteuropäische Täter, die, so Scheid, „häufig gar nicht hier wohnen“.

Gerade letztere Tätergruppe schafft es auch alljährlich, dass das kleine Bergkirchen die Kriminalitätsstatistik der Landkreisgemeinden anführt: 56 Delikte – pro 1000 Einwohner – verzeichnete die Polizei dort, und zwar fast ausschließlich im Gewerbegebiet Gada. Diebstahlsdelikte in den Tankstellen oder Tankbetrug seien dort die häufigsten Straftaten; die Ermittlung der Täter sei – trotz Videoüberwachung – aber schwierig, so Scheid. Denn: „Viele Täter haben ausländische oder gestohlene Kennzeichen.“ Die Täter dingfest zu machen, sei da schwierig.

Mit 46 Straftaten je 1000 Einwohnern liegt die Große Kreisstadt unverändert auf Rang zwei im Landkreis-Ranking, gefolgt von Petershausen (31) und Karlsfeld (29). Am sichersten lebt es sich demgegenüber in Altomünster (15) und Pfaffenhofen an der Glonn (14).

Grundsätzlich, betont Scheid, liegt der Landkreis Dachau mit der Entwicklung seiner Zahlen „im Schnitt, sowohl bayernweit als auch im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord“. Dass im Landkreis gerne gefeiert wird, hat laut Polizei allerdings Nachteile: Der Großteil aller Körperverletzungen passiert im Rahmen von Veranstaltungen. Polizeihauptkommissar Scheid fasst die Arbeitsschwerpunkte der Streifen mit zwei Schlagworten zusammen: „Fasching und Volksfeste“.

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