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„Lehr-Video“: Nikolai Nerling auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Nach Urteil gegen rechtsradikalen Youtuber Nikolai Nerling: Gedenkstättenleitung sieht sich bestätigt

„Werden weiterhin Haltung zeigen“

Nach Urteil gegen rechtsradikalen Youtuber Nikolai Nerling sieht sich Gedenkstättenleitung in Dachau bestätigt.

Dachau – Wegen Volksverhetzung und Hausfriedensbruchs wurde der unter dem Pseudonym „Der Volkslehrer“ bekannte rechtsradikale Youtuber Nikolai Nerling am Montag vom Amtsgericht Dachau zu einer Geldstrafe verurteilt (wir berichteten).

In den Augen der KZ-Genkstätte Dachau stellt dieses Urteil „eine angemessene rechtsstaatliche Reaktion auf die Leugnung der historischen Fakten über die nationalsozialistischen Verbrechen dar“, wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung heißt. Die Gedenkstättenleitung sehe sich dadurch „in ihrer Haltung bestätigt, auch zukünftig in ähnlich gelagerten Fällen mit entsprechenden Maßnahmen die Würde der Opfer des NS-Regimes zu verteidigen und weiterhin deutlich Haltung gegen rechtsradikales Gedankengut zu zeigen“.

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Der Prozess war auf reges öffentliches Interesse gestoßen: Zahlreiche Dachauer hatten beim Prozess Solidarität mit der KZ-Gedenkstätte gezeigt; der Sitzungssaal war zwischenzeitlich so voll, dass die Polizei gar nicht mehr alle Besucher einlassen konnte. Durch lautstarke Äußerungen auf die Einlassungen Nerlings machten die Besucher deutlich, dass dessen Verhalten in Dachau auf keinerlei Verständnis stößt.

Grundsätzlich sieht sich die KZ-Gedenkstätte Dachau nach eigenen Worten als „ein Ort der interkulturellen Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen, die im Konzentrationslager Dachau sowie den zahlreichen Außenlagern zwischen 1933 und 1945 begangen wurden“. Daneben vermittele die Gedenkstätte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Strukturen der NS-Diktatur und biete Möglichkeiten zum Austausch über nationale Grenzen hinweg. „Die KZ-Gedenkstätte Dachau ist ein weltoffener Ort und steht allen interessierten Besuchern offen, um einen Einblick in die Zeit und den Terror der nationalsozialistischen Herrschaft zu gewinnen und sich mit der Aufarbeitung dieser Thematik auseinanderzusetzen“, so die Einrichtung.  dn

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