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Nur eine von vielen tollen Übungen im Calisthenics-Park: die menschliche Flagge. 

Neues Sportangebot

Dachau bekommt mindestens einen Calisthenics-Park - wenn nicht sogar zwei

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Eine gute Nachricht für alle nicht vereinsgebundenen Sportler: Die Stadt bekommt mindestens einen sogenannten Calisthenics-Park.

Update vom 15. April, 17.10 Uhr: 

Dachau - Idee stammt von der SPD-Fraktion, wurde aber vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig begrüßt. 

Was früher der Trimm-Dich-Pfad war, ist heute Calisthenics. Bei diesem „Trendsport“, wie er von vielen Fans genannt wird, trainieren die Sportler mit ihrem eigenen Körpergewicht an relativ einfachen Geräten ihre Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer. Der Clou: Um diese Übungen zu machen, muss man nicht Mitglied in einem Fitnessstudio oder Sportverein sein. Vielmehr befinden sich die Calisthenics-Parks an öffentlichen Orten, sind für Menschen aller Altersgruppen und Fitnessgrade zugänglich und im Regelfall auch barrierefrei. 

Kein Wunder, dass die Dachauer SPD von dem Konzept begeistert war und im Januar einen entsprechenden Antrag bei Oberbürgermeister Florian Hartmann eingereicht hatte. 

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses kam dieser Antrag nun zur Diskussion – wobei alle einer Meinung waren. „Ganz a tolle Gschichte“ nannte etwa Sportreferent Günter Dietz (CSU) die Idee der Calisthenics-Parks. Ingrid Sedlbauer (ÜB) als Referentin für Bolz- und Spielplätze fand die Einrichtung einer solchen Anlage ebenfalls „sehr positiv“, schon jetzt würden viele Gruppen auf dem Trimm-Dich-Pfad freizeitmäßig Sport treiben. 

Konkret schlug die Verwaltung dem Gremium folgendes Vorgehen vor: Am Bolzplatz am Stadtweiher soll in den kommenden Monaten ein entsprechend ausgestatteter Calisthenics-Park eingerichtet werden. In die Auswahl der der Geräte sollen neben der Stadtverwaltung auch die zuständigen Referenten Dietz und Sedlbauer eingebunden werden; im Haushalt werden dafür 50 000 Euro bereitgestellt. Grundsätzlich sollen an der Anlage fünf bis sieben verschiedene Übungen bei einer durchschnittlichen Trainingsdauer von 20 bis 30 Minuten absolviert werden. Kleinere Parks mit weniger Geräten würden erfahrungsgemäß dagegen nicht so gut angenommen.

 Zwar hatte die SPD zwei Parks beantragt, und auch in der Sitzung betonte SPD-Sprecherin Christa Keimerl „Ein Park reicht uns nicht“, doch argumentierte die Verwaltung damit, dass es in der Großen Kreisstadt bereits zahlreiche weitere, öffentliche Sportgelegenheiten gebe. „In Dachau gibt es den beliebten Trimm-Dich-Pfad im Stadtwald und eine kleine, gut besuchte Calisthenics-Anlage am Jugendzentrum in Dachau-Ost. Bis Ende 2025 wird eine weitere Anlage im Grünzug Augustenfeld-Mitte dazukommen.“ Daher sei die Einrichtung von nur einem weiteren Calisthenics-Park, am Stadtweiher, „ausreichend“. 

Der ebenfalls von der SPD als möglicher Standort vorgeschlagene Max-Mannheimer-Platz scheide dagegen aus, dieser sei „eine bedeutende innerstädtische Grünanlage, die nicht zum Sportpark umgestaltet werden darf“. Auch die dritte, von der SPD vorgeschlagene Örtlichkeit, erwies sich als ungeeignet: Bei dem Bereich am Skaterpark könne es „aufgrund der Altlastenproblematik zu immensen, zusätzlichen Kosten“ kommen. 

Der Standort am Bolzplatz am Stadtweiher hat allerdings auch – wenn auch vergleichsweise kleine – Tücken, auf die am Ende noch Sportreferent Dietz hinwies: Die Sportgeräte sollten so angebracht werden, dass sie im Winter die Nutzer des nahen Schlittenbergs nicht behindern. „Das kann gefährlich werden“, so Dietz, „da müssen wir schauen, wo wir das hinbauen. Sonst haben wir am Ende keinen Spaß damit.“ Da in den Augen der Stadträte auch Dachau-Ost bald beziehungsweise noch vor 2025 einen eigenen Calisthenics-Park bekommen soll, schlug Dietz den Bereich am Trimm-Dich-Pfad Amperwald vor.

Dachau – In einem entsprechenden Antrag an OB Florian Hartmann wünscht sich die SPD daher die Einrichtung sogenannter Calisthenics-Parks.

Calisthenics ist eine derzeit sehr angesagte Trainingsform, bei der ausschließlich das eigene Körpergewicht genutzt wird. Zubehör wird dafür in der Regel nicht benötigt. Bekannteste – und schwierigste Übung – ist dabei die „menschliche Flagge“.

Laut SPD könnte ein Calisthenics-Park zum „Anziehungspunkt für nicht organisierte Sportler“ werden, die bis jetzt zuhause oder verteilt auf Bolzplätzen trainieren würden. Bis zu 50 000 Euro wäre die SPD bereit, für Planung und Errichtung eines oder zweier Calisthenics-Parks auszugeben. Mögliche Standorte wären der Bolzplatz an der Schinderkreppe, der Skaterpark in Dachau-Ost oder die Postwiese am Max-Mannheimer-Platz.

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