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Aufnahme im Studio: Philip Donath spielte für „Was noch bleibt“ auch mehrere Parts ein.

Der Party-Phips zeigt seine andere Seite

Ois-Easy-Sänger Philip Donath hat seine erste Single als Solokünstler veröffentlicht

Der Frontmann der beliebten Party-Band Philip Donath startet nun auch als Solokünstler durch. Mit der Heimatzeitung hat er über sein neuestes Projekt gesprochen.

Die Bühne ist sein zweites Zuhause. Als Sänger und Frontmann der nicht nur im Landkreis Dachau höchst beliebten Stimmungsband Ois Easy hat Philip Donath ausreichend Gelegenheit, das wieder und wieder unter Beweis zu stellen. Allein von März bis Oktober stand er rund 50 Mal auf der Bühne. „Und ich bin gern der Party-Phips“, betont der 25-Jährige. Aber es ist ihm wichtig, auch eine andere Seite zu zeigen. „Der Song passt in unsere Zeit“, sagt Donath zu seiner ersten Single mit dem Titel „Was noch bleibt“. „Unsere Welt ist so unfassbar schnell geworden, es gibt kein Miteinander mehr.“

„Was noch bleibt“ wirft einen kritischen Blick auf die Leistungs- und Konsumgesellschaft des 21. Jahrhunderts. „Das Karussell dreht sich weiter bis zum Ende, alle reichen sich die Hände“ heißt es im Text – „aber nur so lang man oben ist.“ Und: „Sind wir nicht längst schon angekommen, wo wir alle niemals hinwollten?“

„Was noch bleibt“ stammt aus der Feder von Luca Kuglmeier aus Plattling. Der Musiker, Songwriter und Produzent wirkt wie ein alter Hase aus dem Popgeschäft – und ist gerade mal 17 Jahre alt. „Was Luca in seinem Alter musikalisch und produktionstechnisch drauf hat, ist begeisternd“, schwärmt Philip Donath.

Vor wenigen Monaten begegneten sich die beiden beim Volksfestvorabend in Dachau. Sie fanden sofort einen Draht zueinander, „jetzt sind wir sehr gut befreundet“, sagt Donath.

Philip und Luca eint im Übrigen mehr als Sympathie und die Liebe zur Musik. Beide haben erfolgreich an der deutschlandweit beliebten Castingshow „Voice of Germany“ teilgenommen. Donath in der Endrunde der siebten Staffel bei den Erwachsenen, Luca vor drei Jahren bei „Voice Kids“, der Variante für Sänger bis 14. Der Bub aus Niederbayern überzeugte die Juroren Mark Forster, Sascha und Nena damals erst mit seiner Stimme und rührte sie – als Zugabe gewissermaßen – mit einem selbst verfassten Lied über seine verstorbene Oma zu Tränen.

Jetzt will das junge Multitalent seinem neuen Freund aus Dachau zu einer Karriere als Solokünstler verhelfen. Die ersten Schritte waren erfolgversprechend. Auf Spotify und anderen Streaming-Portalen wurde „Was noch bleibt“ viele Tausend Male abgerufen. „Für einen No-Name wie mich sind die Zahlen mega“, freut sich Philip Donath.

Wobei: Ein No-Name ist Philip in Dachau und Umgebung schon lange nicht mehr. Nicht nur Ois Easy machte ihn bekannt, auch seine Indie-Rockband Owing to the Rain lief über Jahre erfolgreich. Mit ihr landete Donath 2017 beim weltweiten (!) Emergenza-Bandcontest auf Platz acht. „Mein Baby“, nennt Donath das Rockprojekt, „diese Band werde ich nicht sterben lassen.“

Bei Ois Easy und Owing to the Rain ist Philip Donath Philip Donath. „Was noch bleibt“ singt er als Phil Masel. „Ich heiße mit zweitem Namen Marcel“, so erklärt Donath seinen Künstlernamen.

Und unter diesem Namen will er nun verstärkt weitermachen. Durchaus weiter in Kooperation mit seinem Freund Luca, aber auch eigene Songs sollen veröffentlicht werden. Philip Donath spielt Klavier und schreibt seit Jahren eigene Titel. Natürlich träumt auch er davon, mit dieser Musik einmal ganz oben zu landen. So wie zum Beispiel Max Giesinger, der mit seinem Deutsch-Pop längst Stammgast in den Charts ist – und der die Voice-Show auch nicht gewonnen hat.

Aber es ist nicht nur die Hoffnung auf den Erfolg, die Philip Donath antreibt: „Als Künstler kann man die Welt ein kleines Stück besser machen.“ Thomas Leichsenring

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