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Ansprechpartner: die Digitalen Helden Dilara (links) und Emilia beim Vortrag 

Projekt an der Josef-Schwalber-Realschule Dachau

Digitale Helden gegen Cybermobbing

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Die Digitalen Helden an der Josef-Schwalber-Realschule Dachau machen sich gegen Mobbing im Internet stark und helfen  ihren Mitschülern.

 

Dachau – In Comics werden Helden meist so dargestellt, dass sie die ganze Welt mit ihren Superkräften retten. Superkräfte haben die Digitalen Helden in Dachau zwar nicht, dennoch sind sie seit diesem Schuljahr ein unabdingbarer Bestandteil an der Josef-Schwalber-Realschule. Sie engagieren sich gegen Cybermobbing, sprich Hänseleien im Internet, und klären die jungen Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe über die Brisanz des Themas auf. Am Aktionstag Digitales Leben, den der Arbeitskreis Dachau Digital ins Leben gerufen hat, haben die Schüler der achten und neunten Klasse ihre Arbeit vorgestellt.

Marie, Ipek, Emma, Dilara, Emilia, Jasmin, Leon, Julian Ana, Besma und Anna-Lena helfen Mitschülern, die gemobbt werden und keinen Ausweg aus dieser Situation sehen. Hilfreich zur Seite stehen ihnen dabei die beiden Lehrkräfte Markus Kunder und Nadine Gleissner sowie die Jugendsozialarbeiterin der Schule, Dorothee Liebert.

„Die Digitalen Helden sind als Ansprechpartner da, aber nicht als Problemlöser“, sagt Nadine Gleissner. Bei kleineren Problemen könnten die Schüler mithilfe der Streitschlichter helfen, bei größeren leiteten die Digitalen Helden die gemobbten Kinder an die richtigen Stellen wie das Direktorat oder an die Schulpsychologin Anne Winkle weiter.

Bei ihren Besuchen bei den unteren Jahrgangsstufen erklären die Digitalen Helden mithilfe einer Powerpoint-Präsentation, was Cybermobbing ist und was jeder dagegen tun kann. So kann schon ein blöder Kommentar in einer Klassengruppe oder ein unerlaubt hochgeladenes Bild der Anfang von Cybermobbing sein. „Die Digitalen Helden müssen sich in die Lage versetzen, wie man sich bei Mobbing fühlt“, sagt Gleissner. Deshalb findet sie es gut, dass es Schüler gibt, die sich zu Digitalen Helden haben ausbilden lassen. „Es macht einen Unterschied, ob ein Jugendlicher oder ein Erwachsener vor einer Klasse steht und etwas darüber erzählt“, sagt Dorothee Liebert.

Um den ganzen Vortrag aufzulockern, spielen die Digitalen Helden mit den Fünft- und Sechstklässlern das Ratespiel „1,2 oder 3“. Dabei stellen die Schüler Fragen wie: „Wann wurde das erste Smartphone auf den Markt gebracht?“ oder „Wie lange bleibt ein hochgeladenes Foto im Internet?“ Aber auch die rechtlichen Konsequenzen, für denjenigen, der mobbt, besprechen die Jugendlichen mit ihren Mitschülern. Derjenige kann unter Umständen vom Opfer angezeigt werden und sich strafbar machen. Ana von den Digitalen Helden findet, dass Cybermobbing mittlerweile Alltag ist. „Wir sehen den Wert des Internets nicht und nicht, was dort alles passiert“, sagt sie.

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