Wohin mit dem Sparkassen-Geld?

Stadträte diskutieren über das Geld Ausgeben

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Exakt 160 381,98 Euro hat der Zweckverband Sparkasse Dachau der Großen Kreisstadt für gemeinnützige Zwecke überlassen. Einzige Bedingung: Das Geld muss bis Ende 2020 ausgegeben sein. Über die Frage, wie es ausgegeben wird, entspann sich nun eine Diskussion im Finanzausschuss des Stadtrats.

Eigentlich, mochte man meinen, wäre es für die Stadträte im Haupt- und Finanzausschuss eine angenehme Aufgabe gewesen, diesen Geldsegen zu verteilen. Doch, in Wahlkampfzeiten, kann selbst das Geld Ausgeben zu Diskussionen führen.

Die Stadtverwaltung hatte den Stadträten nach mehrmonatiger Prüfung nämlich nun vorgeschlagen, das Geld in vier Projekte zu investieren. Namentlich: 50 000 Euro für ein Konzertprojekt in Dachau und Oswiecim, 15 000 Euro für die Sanierung des Bühnenbodens im ASV-Theatersaal an der Gröbenrieder Straße, 42 000 Euro für die Anschaffung eines Neun-Sitzer-Busses der Marke Renault für das städtische Jugendzentrum Süd sowie 53 381,98 Euro für die Erweiterung der städtischen Skateranlage an der Kufsteiner Straße.

Konkret will die Stadt den Skaterpark um überdachte Sitzgruppen ergänzen, unter denen die jungen Sportler bei plötzlichem Regen kurz Schutz finden könnten. Zudem sollten sich in Zukunft Anfänger und Fortgeschrittene auf der Anlage besser aus dem Weg gehen können. Eine Erweiterung, so heißt es im Vorschlag der Stadtverwaltung, „würde den Kindern und sonstigen Anfängern eine geschützte, sichere Übungsfläche bieten“.

Die CSU-Fraktion war mit den Vorschlägen einverstanden, wie Elisabeth Zimmermann betonte – „bis auf den Skatepark“. Dieser sei eine städtische Angelegenheit, das Geld solle stattdessen lieber Dachauer Vereinen zugute kommen.
Die über 53 000 Euro sollten daher in einen Fördertopf kommen, aus dem dann soziale Einrichtungen bedacht würden.

Kämmerer Thomas Ernst jedoch warnte: „Wir müssen bis Ende 2020 die Verwendung der Gelder nachweisen und die Ausschüttung dokumentieren!“ Oberbürgermeister Florian Hartmann fragte sich grundsätzlich: „Wie sollen wir denn das Geld an den Mann bringen? Sollen sich Vereine bewerben oder suchen wir sie aus? Nach welchen Kriterien vergeben wir das Geld?“ Insofern sei die Idee der CSU natürlich „charmant“, aber im Hinblick auf deren Umsetzbarkeit durchaus kritisch zu bewerten.

Am Ende entschied sich das Gremium knapp für den Plan der Stadt, das Geld für das Konzertprojekt, den ASV-Theatersaal, den neuen Kleinbus für die städtische Jugendarbeit sowie den Skaterpark auszugeben.

CSU-Sprecherin Elisabeth Zimmermann konnte daher am Ende nur noch zu Protokoll geben, dass es „bedauerlich ist, dass alle gegen einen sozialen Topf sind“. 

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