+
Dankbar für die Unterstützung: die TSV-1865-Vorsitzenden Wolfgang Moll (Zweiter von rechts), Gabi Siegl und Anton Limmer (links) mit Stadtwerke-Chef Robert Haimerl. 

Stadtwerke Dachau stellen ihr Sponsoring-System um

„General-Lösung“ für Sportvereine

Die Stadtwerke Dachau stellen ihr Sponsoring-System um - auf eine Art „General-Lösung“, so Stadtwerkechef Robert Haimerl.

Dachau – Die Stadtwerke Dachau stellen ihr Sportsponsoring auf neue Beine. Mit einem Kooperationsvertrag sollen künftig alle Dachauer Sportvereine – entsprechend ihrer Mitgliederzahl – Förderungen für ihre Breitensportarbeit beziehungsweise ihre Nachwuchsförderung erhalten.

Der TSV 1865 Dachau ist der erste Dachauer Sportverein, der diese neue Vereinbarung nun unterzeichnet hat. Laut Stadtwerke-Chef Robert Haimerl hätten die Stadtwerke immer schon die örtlichen Sportvereine unterstützt. Bislang aber seien die Vereine stets wegen einzelner Veranstaltungen oder Bitten um Zuschüsse für Abteilungen an die Stadtwerke herangetreten. Durch den neuen Modus – Haimerl nannte sie „General-Lösung“ – würde beiden Seiten viel Arbeit erspart: Die Stadtwerke müssten in den unzähligen Einzelfällen nicht mehr abwägen, die Vereine könnten die jährlich von den Stadtwerken überwiesene Summe zweckgebunden für ihren Breiten- und Jugendsport einsetzen. „Wir führen unser Sponsoring nun in einem Vertrag zusammen und stellen es auf eine transparente Basis. Wir führen keine Verhandlungen mehr mit einzelnen Abteilungen, unser Partner ist der Verein.“ Natürlich, gibt der Stadtwerke-Chef zu, seien die Summen „nicht gigantisch. Aber wir hoffen, dass wir mit dem Geld etwas bewirken können“.

Um wie viel Geld es sich bei der Unterstützung handelt beziehungsweise wie viel Geld beispielsweise der TSV bekommt, wollte Haimerl bei der Vertragsunterzeichnung partout nicht verraten. Anton Limmer, dritter Vorsitzender des TSV, betonte lediglich: „Wichtig ist, dass diese Lösung jedem Verein gerecht wird.“ Haimerl zufolge sei an dem Vertragsentwurf für den TSV zwei Jahre gearbeitet worden, die Vereinbarung gelte nun unbefristet: „Die Vereine sollen ja kalkulieren können.“ TSV-Vorsitzender Wolfgang Moll sah in der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken eine Win-Win-Situation: „Uns ist geholfen, und der Partner hat eine positive Imagewerbung“ – etwa in Form von Bandenwerbung. Und diese würde nicht nur von den 3000 Mitgliedern gesehen, denn „zu den 3000 Mitgliedern gehören auch 3000 Familien“! Insofern würde der TSV „nicht nur nehmen“, sondern eine Plattform bieten, auf der die Stadtwerke ihre Botschaft „kommunizieren können“.

Diese Botschaft lautet, dass die Stadtwerke ein kommunales Unternehmen für alle Bürger Dachaus sind und „von der Bürgerschaft als Ganzes lebt“. Elitenförderung, etwa in Form einer Förderung der Bundesliga-Mannschaft des TC Dachau, kommt Haimerl zufolge daher nicht in Frage: „Damit würden wir nicht die Bürger unterstützen, sondern nur fünf oder sechs Tennisspieler. Das würde also nicht zu uns passen.“ 

Stefanie Zipfer   

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fast 4 Millionen weniger
Die Corona-Pandemie hat massive wirtschaftliche Auswirkungen – auch für den Haushalt der Stadt Dachau.
Fast 4 Millionen weniger
Karlsfelder Gemeinderäte streiten über Corona-Regeln und machen sich Vorwürfe
Weil Franz Trinkl zur Gruppe der besonders durch Corona gefährdeten Personen zählt, versuchte die SPD-Fraktion in der ersten Sitzung des neu gewählten Karlsfelder Haupt- …
Karlsfelder Gemeinderäte streiten über Corona-Regeln und machen sich Vorwürfe
Therese Mayr feiert 80. Geburtstag
Die Biberbacherin Therese Mayr hat ihren 80. Geburtstag gefeiert. Zum gratulieren kamen Verwandte aus dem engsten Kreis und Bürgermeister Dieter Kugler. 
Therese Mayr feiert 80. Geburtstag
Waldkindergärten im Landkreis Dachau sind bereit für regulären Betrieb
Endlich wieder gemeinsam spielen, klettern, rennen und erzählen: Nach langen Wochen der Schließung können sich alle Mädchen und Buben, die einen Waldkindergarten …
Waldkindergärten im Landkreis Dachau sind bereit für regulären Betrieb

Kommentare