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Heißer Kandidat im Rennen um den künftigen Fondi-Platz: der Untere Markt. Die „Bürger für Dachau“ hatten den Standort ins Spiel gebracht.

Zum Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Dachau und Fondi

Gesucht: ein Platz für Fondi - Stimmen Sie hier mit ab, wo er sein soll

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Die Städtepartnerschaft zwischen Dachau und Fondi wird 20 Jahre alt. Deshalb soll es in der Großen Kreisstadt bald einen Fondi-Platz geben. Stimmen Sie am Ende des Artikels mit über den Standort ab.

Dachau – Im Grunde war die Diskussion schnell beendet. Ja, Dachau soll einen Fondi-Platz bekommen. Und nein, der Vorschlag von OB Florian Hartmann (SPD), den Platz im Neubaugebiet Augustenfeld unterzubringen, fand keine Mehrheit unter den Mitgliedern des Kulturausschusses.

Stattdessen stieß der Vorschlag der „Bürger für Dachau“ (BfD), den Unteren Markt in Fondi-Platz umzubenennen, auf breite Zustimmung. BfD-Stadtrat Horst Ullmann betonte, der Untere Markt sei eine prominente Stelle in der Stadt. „Die Fondianer würden sich daher bestimmt freuen, wenn sie so gebauchpinselt würden.“

Tourismus-Referent Wolfgang Moll (parteilos) fand die Idee „stimmig und passend“. Fondi habe zu Beginn der Partnerschaft versucht, vor allem durch den Verkauf von Obst und Gemüse in Dachau präsent zu sein; der Untere Markt in seiner Funktion als Marktplatz sei daher geradezu prädestiniert für die Umbenennung. Und CSU-Rätin Katja Graßl bekannte, mit dem Unteren Markt „keine Historie“ zu verbinden und ihn bislang immer als „Platz an der Sparda-Bank“ bezeichnet zu haben.

Tatsächlich, erläuterte OB Hartmann, gebe es den Begriff „Unterer Markt“ in Dachau zwar schon seit dem 14. Jahrhundert. Allerdings sei die Örtlichkeit – mit dem Wachstum der Stadt – immer gewandert. Der erste Untere Markt etwa sei an der ehemaligen Steinmühle situiert gewesen, Mitte des 19. Jahrhunderts wanderte die Fläche dann in die damals neue Siedlung zwischen Bahnhof und Altstadt. Am 27. September 1983 dann beschloss der Stadtrat, den Unteren Markt an seinem aktuellen Standort festzulegen. Seit 2002 gibt es dort Freitags-, seit 2009 zusätzlich Dienstagswochenmärkte. Auch bürokratisch würde es keinen Aufwand bedeuten, den Platz umzubenennen, führte Hartmann weiter aus. Denn: Es gebe dort keine Anwohner, die ihre Adresse ändern müssten.

Das schlagendste Argument in den Augen der Stadträte aber ist die sofortige Verfügbarkeit. Da das Neubaugebiet in Augustenfeld wohl erst im kommenden Jahr abgeschlossen wird, dürfte auch der Fondi-Platz als zentrales Element der neuen Siedlung nicht pünktlich zur Feier der 20-jährigen Städtepartnerschaft mit Fondi in diesem Sommer fertig werden.

Kurz vor der finalen Abstimmung aber meldete sich Stadtratsältester Günter Heinritz (SPD) zu Wort. Wieso solle man „ohne Not“ einen eingeführten Platz wie den Unteren Markt umbenennen? „Das wird sich schwer einbürgern“, fand er. Außerdem entstehe dadurch ein Ungleichgewicht: Die zweite Dachauer Partnerstadt Klagenfurt habe mit dem nach ihr benannten Platz in Dachau-Süd eine wesentlich unprominentere Stelle erhalten.

Das Argument leuchtete dem Gremium ein. Und führte zu Ratlosigkeit. Am Ende einigte man sich darauf, das Thema erst in sechs Wochen, im Zuge der nächsten Stadtratssitzung, zu beschließen. Bis dahin wollen die Stadträte noch Gespräche mit Dachauer Bürgern führen und deren Meinung erfragen. Stadtrat Franz Xaver Vieregg (ÜB) fasste es so zusammen: „Wir müssen das ja jetzt nicht übers Knie brechen. Die Feierlichkeiten für das Partnerschaftsjubiläum sind ja erst im August.“

Den Gesprächen greifen wir hier schon vor. Hier können Sie mit das Stimmungsbild prägen. Stimmen Sie ab - wo hätten Sie am liebsten den Fondi-Platz:

Darüber hinaus freuen wir uns über E-Mails an redaktion@dachauer-nachrichten.de oder Leserbriefe an die Redaktion der Dachauer Nachrichten, Richard-Wagner-Straße 6, 85221 Dachau.

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