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Mehr Geld soll es für die Wahlhelfer in Dachau künftig geben.

Wird in Dachau das Wahlhelfer-Geld erhöht?

Mehr Geld fürs Zählen

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Wahlhelfer sollen in Dachau mehr Geld bekommen, fordern die Freien Wähler. Die Stadt steht dem Vorschlag positiv gegenüber und hofft, so mehr Bürger für das Amt des Wahlhelfers gewinnen zu können.

Dachau – Am 24. Oktober 2021 werden die Bewohner der Großen Kreisstadt zum nächsten Mal an die Wahlurne gerufen. Dass die Stimmabgabe problemlos über die Bühne geht und die Ergebnisse zeitnah ausgezählt werden, dafür wird auch dann wieder eine Heerschar ehrenamtlicher Wahlhelfer sorgen.

Klar, ganz umsonst ist die Wahlhilfe nicht. In Dachau gibt es aktuell 50 Euro sogenanntes Erfrischungsgeld. Allerdings, so stellte zuletzt die Fraktion aus Freien Wählern und Bündnis für Dachau fest, ist dieser Betrag im Vergleich zu den Nachbarkommunen recht niedrig; und: Wenn die Auszählung bis Montag andauert, ist für diese Überstunden bislang gar keine Aufwandsentschädigung vorgesehen.

Für die Stadträte Markus Erhorn und Horst Ullmann ist dies ein Unding, weshalb sie nun „eine höhere Wertschätzung“ für die Wahlhelfer fordern – sowie eine kräftige Erhöhung des Erfrischungsgelds auf 75 Euro. „Gerade bei der vergangenen Kommunalwahl haben unsere Wahlhelfer einen wunderbaren Job gemacht“, lobt Erhorn, „trotz der aufgrund des Coronavirus herrschenden Unsicherheit haben sie ehrenamtlich viele Stunden geopfert“.

Tatsächlich fand die Kommunalwahl am 15. März statt – einen Tag, nachdem Tirol offiziell zum Corona-Risikogebiet erklärt worden war und viele Wintersportler gerade aus ihren Skiferien gekommen waren. Das Risiko, sich mit Covid-19 zu infizieren, war daher in jenen März-Tagen hoch – zumal für Wahlhelfer, die räumlich dicht gedrängt in Wahllokalen, Umschläge hin und her reichend, immer im Austausch mit den anderen Helfern arbeiten mussten. Josef Hermann, Hauptamtsleiter im Dachauer Rathaus, aber beruhigt: „Aus der Wahl heraus“ sei kein Fall einer Coronainfektion bekannt geworden. Die Durchführung der Wahl, ohnehin angeordnet auf Landesebene, sei zudem unter strengen Sicherheitsauflagen erfolgt.

Dem Vorstoß der Freien Wähler/Bürger für Dachau steht Hermann grundsätzlich positiv gegenüber, „das wollten wir eh auch machen“, erklärt er. Die Höhe des aktuell gültigen Erfrischungsgelds sei 2012 festgelegt worden. Da es zuletzt „nicht ganz einfach“ gewesen sei, noch freiwillige Wahlhelfer zu finden, könne eine Erhöhung des Erfrischungsgelds als „Anerkennung und Motivation“ dienen. Zum Vergleich: Karlsfeld zahlte seinen Helfern im März 80 Euro, Röhrmoos 75 Euro und Indersdorf 100 Euro. Laut Markus Erhorn gab es bei der Stadt München sogar „bis zu 180 Euro“.

Wobei Hermann zwischen den einzelnen Wahlen unterscheidet: Die Kommunal- und die Landtagswahl seien „komplizierter“ auszuzählen, rund 400 Wahlhelfer seien dafür nötig. Zuletzt, bei der Wahl im März, seien noch am Sonntagabend die Stimmen für die Oberbürgermeister- und die Landratswahl und am Montag dann die Stimmen für Stadtrats- und Kreistagswahl ausgezählt worden. Die Helfer waren damit bis in den Montagabend beschäftigt.

Wie hoch die Erhöhung des Erfrischungsgelds ausfallen soll, darauf mag sich der Hauptamtsleiter noch nicht festlegen. Das müsse der Stadtrat entscheiden, zudem hänge die Frage ja auch von der Haushaltslage ab. Hermann zufolge solle der Beschluss noch vor der Sommerpause fallen.

Die Suche nach Wahlhelfern für die Bundestagswahl im Oktober 2021 beginnt zwar erst in einem Jahr. Wer sich aber von der Aussicht auf ein höheres Erfrischungsgeld schon jetzt motiviert fühlt, bei der Wahl mitzuhelfen, der, so Hermann, „kann sich heute schon registrieren lassen. Wir haben da eine Vormerkliste“.

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