Frontalzusammenstoß auf Flughafen-Tangente: vier Verletzte - darunter ein Baby

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Appell an Eltern und Autofahrer (v.l.): Adrian Wiedenmann, Claudia Stier, Richard Wacht, Beate Rexhäuser, Albert Sikora und Stefan Januschkowetz.

Heute Schulanfang

Jedes verletzte Kind ist eines zu viel!

Die Deutsche Verkehrswacht, die Polizei, das Schulamt sowie die Stadt und das Landratsamt sprechen fehlende Schulweghelfer und Probleme an, die von Eltern auf dem Schulweg verursacht werden.

Dachau – Ein Unfall ist schnell passiert: Ein Moment der Unachtsamkeit reicht. Die schwächsten Verkehrsteilnehmer – Kinder, die zur Schule gehen – sind bei Unfällen am meisten betroffen. „Im letzten Jahr gab es zehn Schulwegunfälle mit zehn verletzten Kindern“, erklärt Richard Wacht von der PI Dachau anlässlich eines Pressetermins zum Schulstart. Heuer waren es schon wieder acht Unfälle.

Der größte Konflikt sei Auto gegen Fahrrad. Ein großes Problem sieht Adrian Wiedenmann von der Verkehrswacht in der Hektik im Alltag. „Der Großraum München und der Landkreis Dachau wachsen ständig. Die Infrastruktur ist einfach überbelastet.“ Deshalb würden die Eltern ihre Kinder in Hektik in die Schule bringen. „Die anderen Autofahrer sind dann automatisch hektischer“, meint er. Seine Appell ist deshalb, dass die Menschen sich wieder mehr Zeit nehmen sollen.

„Die meisten der Probleme sind von den Eltern hausgemacht“, bekräftigt Richard Wacht. Beate Rexhäuser, Fachberaterin für Verkehrs- und Sicherheitserziehung im Schulamt, sieht das ähnlich. „Es gibt viele, die am liebsten mit dem Auto in die Schulaula fahren würden, um ihre Kinder dann noch zu ihrem Klassenzimmer zu begleiten.“ Deshalb sei es wichtig den Eltern beizubringen, dass sie mit den Kindern den Schulweg abgehen, damit sie ihn selber gehen können.

Die wichtigsten Begleiter auf dem Schulweg hingegen sind rar geworden: Es gibt immer weniger Schulweghelfer. „Die Orte, wo Schulweghelfer stehen, sind sicherer als andere Überquerungsorte“, erklärt der Polizist. Für die Sicherheit der Kinder werden deshalb immer neue Helfer gesucht. „Es gibt sogar eine Aufwandsentschädigung von 5,10 Euro pro Stunde“, sagt Stefan Januschkowetz von der Stadt.

ly

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