Schützling um 43.000 Euro gebracht

Altenpflegerin zockt Rollstuhlfahrer ab

Eine Altenpflegerin hat ihren Schützling, einen Rollstuhlfahrer aus Germering, um 43 000 Euro geprellt. Dafür musste sich die 58-Jährige nun vor dem Amtsgericht verantworten.

Dachau – Die Altenpflegerin, die im Landkreis Dachau lebt, unterstützte den Mann seit 2018. Das Verhältnis war gut – bis der Sohn des Germeringers den Betrug entdeckte. Als er die Kontoauszüge seines Vaters kontrollierte, fiel ihm auf, dass Geld auf das Konto der 58-Jährigen überwiesen worden war.

Dass sie sich das Geld überwiesen hatte, räumten die Anwälte vor Gericht ein. Die 58-Jährige selber brachte kein Wort heraus und weinte. Wie sie die Überweisungen getätigt hatte, verriet sie nicht. Allerdings berichtete der Germeringer, dass er der 58-Jährigen kurze Zeit vor der ersten Überweisung 1000 Euro geliehen hatte. Er hatte ihr erlaubt, sich das Geld in seinem Beisein online zu überweisen. Sie wusste also wie sie vorgehen musste.

Zu ihrem Motiv schwieg die Angeklagte. Bei der Durchsicht ihrer Kontoauszüge zeigte sich aber, dass sie den größten Teil des Geldes an ihren Sohn weitergeleitet hatte. 11 000 der 43 000 Euro hat die Altenpflegerin mittlerweile dem Germeringer zurückgezahlt. Dafür hat sie sogar ihre Wohnung gewechselt. So kann sie mehrere hundert Euro Miete sparen. Zudem hat sie ihr Auto verkauft. Das Gericht legte der Frau auf, monatlich 300 Euro an den Germeringer zurückzuzahlen. Zudem wurde sie wegen Computerbetrugs zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. 

sus

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