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Hunderte Kilometer eingezwängt: Diesen Winzling fanden Dachauer nach der Urlaubsrückkehr im Motorraum. 

Dachauer Familie findet kleines Kätzchen im Auto

Der kleine Flori wird aus dem Motorraum gerettet

Eingeengt und eingeschlossen: So haben Dachauer ein getigertes Kätzchen gefunden. Und zwar im Motorraum ihres Autos.

Dachau– Die Familie kam am Sonntagabend von einer Reise aus Tschechien zu Hause in Dachau an. Am Montag dann hörten alle den ganzen Tag ein leises Miauen – doch woher? Als die Familie am Abend wieder wegfahren wollte, merkte der Sohn, dass das Miauen aus dem Auto kam. Er öffnete die Motorhaube – und entdeckte das kleine Kätzchen, eingezwängt irgendwo zwischen Achse und Lenkstange.

In der Hoffnung, dass es von alleine raus findet, stellte die Familie eine Schale mit Milch unter das Auto – vergebens. Schließlich rief die Familie den Notdienst des Dachauer Tierheims an. Die Vorsitzende, Silvia Gruber, rückte aus. Doch auch ihre Versuche, die Katze zu befreien, schlugen fehl. „Ich kenne mich mit Motoren nicht aus, also habe ich die Feuerwehr Dachau dazu gerufen“, erzählt Gruber. Mit sechs Mann rückte also die Feuerwehr an. Von allen Seiten wurde versucht, an die Katze heranzukommen. Doch „sie zwängte sich immer wieder von einer zur anderen unerreichbaren Ecke“, berichtet Gruber. Nach 20 Minuten konnte ein Feuerwehrmann das Kätzchen endlich packen.

Gruber vermutet, dass die Katze schon in Tschechien zugestiegen ist: „Dann war sie zwei Tage eingezwängt gewesen.“ Es ist ein kleiner Kater, er wiegt erst 430 Gramm, ist wohl um die vier Wochen alt und braucht noch die Flasche. Zu Ehren der Feuerwehr taufte Gruber das Fellknäuel „Flori“ – nach Florian, dem Schutzheiligen der Feuerwehr. „Die Feuerwehr hat einen tollen Job gemacht, da kann ich mich nur bedanken“, meint Gruber. Jetzt wird Flori im Tierheim mit der Flasche großgezogen und danach weitervermittelt.

Für das Tierheim sind solche Rettungen zwar Alltag – doch solch einen Einsatz hat selbst Gruber in 24 Jahren Engagement noch nicht erlebt.

(th)

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