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Gelungene Überraschung: Ludwig Holze (2.v.l.) erhielt von Kai Kühnel, Thomas Hüller und Gerd Lobmeier (v.l.) das Ehrenzeichen des Bayerischen Feuerwehrverbandes.

Alarmierende Einsatzzahlen bei Jahreshauptversammlung

Dachauer Feuerwehr muss immer öfter ausrücken

Die Feuerwehr Dachau hatte 2018 sehr viel zu tun. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich. Die Zahl der Einsätze stieg auf 545, das waren 80 mehr als noch 2017.

Als der Vereinsvorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Dachau die Hauptversammlung im Gerätehaus am Fritz-Müller-Weg einleitete, waren alle Stühle besetzt. Der Andrang war so enorm, dass einige Kameraden hinten stehen mussten.

Bürgermeister Kai Kühnel versprach, dass die Stadt die Feuerwehr in allen Belangen unterstützen und mit adäquaten Fahrzeugen oder Gerät ausstatten werde. „Die Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans erfolgt zwischen Stadt und Feuerwehr auf Augenhöhe“, so Kühnel.

Kommandant Thomas Hüller und sein Stellvertreter Gerd Lobmeier füllten ihren Bericht über das Jahr 2018 mit Statistiken und Zahlen über die Einsätze und Übungen. Insgesamt 545 Einsätze musste die Wehr absolvieren – 95 Brandalarme, 287 technische Hilfeleistungen, 15 ABC-Einsätze und 118 Fehlalarme. Zudem leisteten die Kameraden 30 Sicherheitswachen. Insgesamt 73 Einsätze waren im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung, also auserhalb des Stadtgebietes, abzuarbeiten. Laut Kommandant Hüller sei in den vergangenen Jahren eine steigende Tendenz der Einsatzzahlen zu verzeichnen. 2016 waren es 400, 2017 waren es 465 und 2018 ganze 545 Einsätze.

Lobmeier berichtete über den Übungsdienst. Hier haben die 122 Frauen und Männer im aktiven Dienst sowie die 34 Jugendlichen im abgelaufenen Jahr insgesamt 55 Übungen und 54 Fortbildungslehrgänge auf Kreiseben sowie an den staatlichen Feuerwehrschulen absolviert. Dazu kamen noch Atemschutzübungen und Leistungsprüfungen. Die Führungskräfte trafen sich zusatzlich zu 17 Dienstbesprechungen und Vorstandssitzungen. Insgesamt kamen knapp 10 000 ehrenamtlich geleistete Einsatz- und Übungsstunden zusammen.

Thomas Hüller bedankte sich bei allen Aktiven für deren Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit. Er bat, den „Dank an die Familienangehörigen weiterzugeben, da das alles ohne deren Verständnis und Unterstützung nicht möglich wäre“.

Schriftführer Klaus Hack berichtete von einem Mitgliederzuwachs von netto 13 gegenüber 2017; so hatte der Verein zum Jahresende 2018 im Einzelnen 156 aktive (davon 34 Jugendliche), 62 passive, 282 fördernde und vier Ehrenmitglieder. Neben den regulären Vorstandssitzungen trafen sich verschiedene Mitglieder einige Male wegen der Planungen für die 150-Jahr-Feier, die in diesem Jahr ansteht.

Neben den Beförderungen gab es bei den Ehrungen eine ganz besondere. Die Kommandanten und der Vorstand überraschten Ludwig Holze mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Feuerwehrverbandes. Ludwig Holze war im September 1974 in seiner Heimatgemeinde Hohenrain in die dortige Feuerwehr eingetreten. 1985 zog er nach Dachau und trat hier wie selbstverständlich in die Feuerwehr ein. Seit dieser Zeit ist Ludwig Holze ununterbrochen im aktiven Dienst und hat eine Vielzahl an Lehrgängen absolviert. In der Feuerwehr Dachau bekleidete er über die Jahrzehnte viele Führungspositionen. So war er Zugführer im Einsatzdienst, Maschinisten-Ausbilder, Pressesprecher und Vereinsvorsitzender. Seit einiger Zeit steht er als Ausbilder für die Erste-Hilfe-Kurse zur Verfugung und versieht als aktuell zweitältester Aktiver seinen Einsatzdienst. Fur dieses außerordentliche Engagement im Feuerwehrwesen erhielt er das silberne Ehrenkreuz am Band. dn

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