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„Kokosnussritual Sri Lanka“: Vorsitzender Jörg Holger Krause zeigt sein Bild bei der Jubiläumsausstellung des Dachauer Fotoclubs. 

Jubiläumsausstellung des Dachauer Fotoclubs

Nah dran an den Motiven

60 Jahre Fotoclub Dachau: Aus diesem Anlass wurde in der Kulturschranne eine starke Ausstellung gezeigt.

Dachau – In ihren Händen hält das Mädchen eine Kokosnuss, darin brennt ein kleines Licht, das wiederum das Gesicht des Mädchens erleuchtet. Bis vor einigen Tagen hing dieses Foto noch in der Kulturschranne als Teil der Ausstellung „60 Jahre Fotoclub Dachau“. Zu bestaunen waren rund 40 Aufnahmen von Mitgliedern sowie vier Bilder von Fotografen aus der Partnerstadt Fondi.

Das eingangs erwähnte Foto „Kokosnussritual Sri Lanka“ stammt vom Vorsitzenden des Fotoclubs, Jörg Holger Krause, der aufklärt: „Bei diesem Ritual wirft man die Kokosnuss auf den Boden, damit einem zum Beispiel der Nachbar die Sünden vergibt“ – ein Wunscherfüllungsritual quasi. Gezeigt wurden verschiedene Motiv-Arten, unter anderem People-Fotografie mit Porträts, Schwarz-weiß- Bilder, Natur-, Reise oder eben Seifenhautfotografie.

Ein Foto dazu zeigte grüne Wellen und Blasen, die ineinander verschwimmen, ähnlich einem Gemälde. Der Fotograf Klaus Teufelhart habe dafür erst Seifenblasen gemacht, erzählt Krause, „die haben sich dann im Wasser gespiegelt, und er hat sie vom Steg aus fotografiert“.

Radler im Turbotempo hielt Rudi Seidl beim Dachauer Bergkriterium fest. Und Luca Quinto aus Fondi fotografierte „Il windsurfista“ – ein junger Mann, der sein Surfbrett bei romantischer Abendstimmung trägt und noch auf die perfekte Welle wartet.

Mit den Fotos ging es immer wieder in ferne Welten: Dieter Hofmann zeigte sein Lieblingsfoto mit einem Löwen, dem er mit seiner Kameralinse sehr nahe kam.

Peter Reitemeier schaffte es mit der Kamera, die Affen beim „Uganda Schimpansen-Trekking“ heranzuzoomen, sodass der Betrachter das Gefühl hatte, er stünde direkt vor den Tieren.

Dr. Beate Risch gab ihrem Bildnis von der einsamen, braunen Wüstenebene den Titel „Geborgen oder verloren“. Für die Beduinen etwa bedeutet die Wüste Heimat, für uns oftmals Abenteuer und Einsamkeit.

Jörg Krause zieht ein positives Fazit nach den fünf Ausstellungstagen: „Im Durchschnitt waren etwa zehn Leute pro Stunde da.“ Allerdings war die Zeit in der Kulturschranne sehr begrenzt, um die Bilder zu zeigen: „Wir mussten sie mieten, weil wir keine eigenen Räume haben.“ Aber: „Wir sind gerade auf der Suche, welche zu finden.“

Außerdem sucht Krause nach neuen Mitgliedern für den Dachauer Fotoclub. Dafür sprach er auch Besucher bei der Ausstellung an und versuchte sie für den Club zu gewinnen: „Mal schauen, ob das geklappt hat“, sagte er und lachte. Seine Gruppe aus 35 Mitgliedern trifft sich jeden zweiten Montag im Monat. „Wir sprechen über unsere Bilder und sagen dann auch, was man besser machen könnte und schulen das Auge“, erklärt der Vorsitzende.

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