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Die Jugend kann weiter in der Halle kicken, die „DAH-HM“ wird fortgesetzt.

Dachauer Fußball-Hallenmeisterschaft wird fortgesetzt

Neustart für mehr Toleranz und Fairness

Ein neues Orga-Team setzt die Dachauer Fußball-Hallenmeisterschaft fort - mit einigen neuen Zielen.

Dachau – Warum die Dachauer Jugendfußball-Hallenmeisterschaft, kurz „DAH-HM“ nicht sterben darf? „Weil sie eine einmalige Institution ist!“

Diese, wie aus der Pistole geschossene Antwort kommt von Gordon Bunzel. Der Jugendleiter des ASV Dachau ist gemeinsam mit Dirk Borsbach vom TSV Schwabhausen Leiter des neuen, sechsköpfigen Orgateams der Hallenmeisterschaft. Nach dem Skandal um die jüngste Hallenmeisterschaft, wo es zu einer brutalen Schlägerei unter Eltern gekommen und daraufhin das alte Orga-Team zurückgetreten war, möchten die neuen Verantwortlichen nun einen Neustart – und zwar in jeder Beziehung.

Da ist zum einen das Alter: Bunzel und Co. sind wesentlich jünger als ihre Vorgänger. „So mit 40, 45 Jahren sind wir zwar auch nicht mehr ganz jung“, lacht Bunzel, „aber im Vergleich zum alten Orga-Team sind wir sicherlich die nächste Generation.“

Zum anderen soll das Turnier nach den Worten Bunzels in Zukunft „transparenter und nachvollziehbarer“ werden. Auf allen Kanälen wolle man informieren, und speziell im Bereich Social Media und Facebook aktiver werden.

Der wichtigste Punkt ist für Bunzel aber, dass die „DAH-HM“ noch mehr als in der Vergangenheit für „Respekt, Toleranz und Fairness“ stehen! Dafür wird ein Leitbild in das Programm der Veranstaltung aufgenommen. Klar, sagt Bunzel, die Schlägerei bei der jüngsten Meisterschaft sei von Erwachsenen ausgegangen. Angelehnt an den Merkur-Cup werde nun aber der Fairplay-Gedanke noch expliziter gefördert.

Dazu beitragen soll auch der neue Schirmherr der Veranstaltung: Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann, der sich Bunzel zufolge „nicht gescheut hat, uns nach dieser ungewissen Zeit unterstützend zur Seite zu stehen“. Wie schon in den Jahren zuvor werden die Erlöse der Eintrittsgelder an soziale, vom Schirmherren ausgewählte Einrichtungen gehen.

Unverändert bleiben laut Bunzel auch Regeln und Ablauf des Turniers. „Die Auslosung und der Spielmodus sind sicher das, was den Hype der Dachauer Hallenmeisterschaft ausmacht“, glaubt Bunzel. Allerdings werde das „viel diskutierte Einspielen mit Ball“ wahrscheinlich wieder erlaubt.

Der Entschluss, nach dem Rückzug der alten Führungsmannschaft sowie dem heftigen – und zum Teil kritischen – Medienecho doch noch weiterzumachen, sei kurze Zeit nach dem Finalwochenende gefallen, berichtet Bunzel. Zusammengesetzt aus Engagierten vom ASV Dachau, dem TSV Indersdorf, dem TSV Schwabhausen sowie dem TSV Bergkirchen habe man nun „ein gemeinsames Ziel vor Augen: die Dachauer Hallenmeisterschaft nicht sterben zu lassen, sondern in gewohnter Weise fortzusetzen“!

Denn: Der Wettbewerb war abgesehen von den jüngsten Problemen tatsächlich eine Erfolgsgeschichte. Das Großturnier über mehrere Runden hatte in den vergangenen Jahren sowohl die Kinder und Jugendlichen, als auch Eltern und Trainer begeistert. „Nur wenige Themen konnten nach den Weihnachtsferien unter den fußballbegeisterten Kids an den Schulen im Dachauer Landkreis mit dem Thema ’DAH-HM’ mithalten“, glaubt Orga-Team-Sprecher Bunzel sogar. Nach der Erweiterung des Teilnehmerfeldes vor einigen Jahren wurde die „Offene Dachauer Hallenmeisterschaft“, so der offizielle Name, aber auch weit über die Landkreisgrenzen hinaus immer beliebter: So gehören Vereine aus dem Brucker und Münchner Raum fix zum Teilnehmer-Tableau, sogar Teams aus Erding und sogar Augsburg kicken mit. Insgesamt, weiß Bunzel, „wurde die ’DAH-HM’ über die Jahre zum größten privat organisierten Fußball-Hallenturnier Bayerns“.

Die offizielle Vorstellung des Orga-Teams und des neuen Leitbilds soll in den nächsten Wochen erfolgen, „sobald die letzten Details geklärt sind“, verspricht Bunzel. Bis dahin könnten sich die Fußball-begeisterten Kids aber schon einmal freuen, denn: „Der Januar ist gerettet!“ 

Stefanie Zipfer

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