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Begeistert angesichts der regen Beteiligung: Ariane Jungwirth (l.) und Moritz Reinhold (Mitte) vom Bauamt, OB Florian Hartmann sowie die Stadtplaner Annegret Michler und Stefan Leuninger (r.) vor den Wänden der Bürgerwünsche. 

Vorschläge zur Stadtentwicklung

Dachauer haben 2000 Wünsche

2000 Vorschläge haben die Dachauer im Internet zum neuen Leitbild abgegeben – doppelt so viele als sich die Stadt erhofft hat. Insgesamt 484 Bürger beteiligten sich. Vor allem Mobilität, Grünflächen und der Bahnhof liegen den Menschen am Herzen.

Dachau– „Weniger Autos in Dachau!“, forderte ein Bürger auf einer Postkarte. Die Ergebnisse aus dem Stimmungsbild zur Stadtentwicklung wurden gestern von Oberbürgermeister Florian Hartmann im Rathaus vorgestellt. Das Planungsbüro „Die Stadtplaner“ hat damit die erste von vier Etappen beendet. 

Gesamtziel wird die Fertigstellung eines neuen Leitbilds und die Erarbeitung eines neuen Flächennutzungsplans, der aber noch in mehreren Sitzungen konkretisiert werden muss.

OB: „Kleinen Anregungen, wie dem Aufstellen eines Mülleimers, sind wir direkt nachgekommen“

Begeistert angesichts der regen Beteiligung: Ariane Jungwirth (l.) und Moritz Reinhold (Mitte) vom Bauamt, OB Florian Hartmann sowie die Stadtplaner Annegret Michler und Stefan Leuninger (r.) vor den Wänden der Bürgerwünsche. 

Die Anregungen, Wünsche, konkreten Vorschläge und Bitten der Bürger in diesem ersten Schritt sind nun geordnet und in Kategorien unterteilt worden. „Kleinen Anregungen, wie dem Aufstellen eines Mülleimers, sind wir direkt nachgekommen“, sagte OB Hartmann durchaus ein wenig amüsiert. Auch wenn das Stimmungsbild kein repräsentatives Ergebnis darstelle, zeige es doch, dass den Bürgern ihre Stadt am Herzen liegt, ergänzte Annegret Michler vom Planungsbüro.

Auch die eingegangen Postkarten, die von der Stadt verteilt wurden, sind ausgewertet. Wie auch bei den Online-Ergebnissen lässt sich ein gemeinsamer Konsens der Bürgerschaft in Form von drei Schwerpunkten ausmachen: Zum einen das Verkehrsthema, hinzu kommt das Verlangen nach mehr Fuß- und Radwegen, bessere Querungshilfen, eine Verkehrsberuhigung und mehr öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV).

Mobilität, Bahnhofsplanung und MD-Areal beschäftigen die Bürger

Über 50 Prozent der Eintragungen entfallen auf den Bereich Mobilität. Zum anderen beschäftigt die Bahnhofsplanung und die Nachnutzung des MD-Areals die Bürger. Auch der Fortbestand von Einzelhandel, Galerien, Gastronomie und Grünflächen liegt den Menschen offenbar am Herzen.

Themenfelder wie die Festlegung des Wachstums, das Eingreifen ins Stadtbild und die Eigenständigkeit gegenüber der Metropolregion München sollen in den nächsten Etappen konkreter erarbeitet werden. Zu den Gestaltungsplänen für die einzelnen Stadtteile sagte OB Florian Hartmann: „Es geht darum, jedem Stadtteil seine Identität zu geben und zu lassen.“ Einzelheiten werden aber erst in der Bauausschusssitzung am Dienstag, 2. April, und im Stadtrat besprochen.

Das Kaufbeurer Planungsbüro formuliert die weiteren Etappen, so soll im Frühjahr diesen Jahres die Leitvorstellung erarbeitet und Herausforderungen gemeistert werden. In der dritten Etappe soll der Leitentwurf nach erneuter Rücksprache mit den Bürgern und fachlicher Begleitung von Experten in Etappe vier zum fertigen Leitbild heranreifen. Zeitlich soll sich das alles noch 2019 abspielen, alle Beteiligten geben sich zuversichtlich.

Ergebnisse zum Stimmungsbild sind detailliert auf www.dachaudenktweiter.de aufbereitet.

Von Johannes Pressler

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