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Dr. ErnstUllrich Wittmann, Vorsitzender des Jagdschutz- und Jägervereins Dachau, legte bei der jüngsten Jahreshauptversammlung eine besorgniserregende Bilanz über die Wildsituation im Landkreis ab.

Mangelnder Lebensraum für manche Arten

Jäger schlagen Alarm: Einige Wildarten kommen kaum noch vor

Der Jagdschutz- und Jägerverein Dachau (JJVD) hat im vergangenen Jahr einen kräftigen Mitgliederzuwachs erfahren. Bei der Jahresversammlung mit Hegeschau wurde deutlich, dass einige Wildarten im Landkreis Dachau nicht mehr vorkommen.

Der Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins Dachau (JJVD), Dr. Ernst-Ulrich Wittmann, hat bei der Jahresversammlung mit anschließender Hegeschau im Gasthaus Doll in Ried die Besucher begrüßt und die frohe Kunde mitgebracht, dass der JJVD im Laufe des vergangenen Jahres 30 neue Mitglieder aufgenommen habe. Insgesamt ist der JJVD mittlerweile 450 Mitglieder stark.

Im Anschluss an den Jahresbericht des Vorsitzenden, trugen die jeweils Verantwortlichen für die Sparten Naturschutz und Landschaftspflege (Johannes Hiller), Jagdhundeausbildung (Walter Wiesner stellvertretend für Josef Freytag), Schießwesen (Christian Hartmann) und junge Jäger (Benedikt Heizenreder) ihre Berichte vor.

Neben zahlreichen Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft, gab es weitere für 40 Jahre für Oswald Rohrer und Georg Wallner sowie für 50 Jahre für Anton Kollmair und Anton Merkle.

Nachdem heuer keine Neuwahlen stattfanden, konnte unmittelbar in die Hegeschau übergegangen werden. Die Anzahl der Ehrengäste zeige den hohen Stellenwert des JJVD, so Dr. Ernst-Ulrich Wittmann, der unter anderem Bernhard Seidenath (MdL), Anton Kreitmair (Präsident des oberbayerischen Bauernverbands), Horst Egner (Fischereiverband Oberbayern), Cyrus Mahmoudi (Landesbund für Vogelschutz), Alfred Reiner (Bayerischer Sportschützenbund), Thomas Brandmair (Waldbauernvereinigung Dachau) und Toni Wiedemann (Schleppjagdverein von Bayern) begrüßte.

Es folgten die Berichte zu Reh-/Schwarzwild und hierzu Hinweise von Georg Bichler auf die drohenden Auswirkungen der Afrikanische Schweinepest. Wittmann informierte über das Niederwild im Landkreis Dachau, und der Kreisjagdberater Dierk Sommermann wies darauf hin, dass „allein durch die Rehwildabschusserhöhung, wie von der Jägerschaft schon lange angeprangert, die Verbissschadenssituation nicht automatisch verbessert wird“.

Anschließend gab der JJVD-Vorsitzende eine Gesamtbeurteilung der Wildsituation im Landkreis ab. Wobei er explizit darauf hinwies, dass „einige Wildarten trotz ausgesetzter Jagd, wie zum Beispiel das Rebhuhn, nahezu gar nicht mehr vorkommen“. „Grund hierfür ist“, so Wittmann weiter, „dass der notwendige Lebensraum für diese Wildarten nicht mehr ausreichend vorhanden ist“. dn

Das Landkreiswetter

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