Nach Entscheidung gegen Eisstadion an der Wallbergstraße

Jugendrat sauer auf Jugendreferentin Luise Krispenz

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Die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses, den ESV Dachau kein eigenes Eisstadion an der Wallbergstraße bauen zu lassen, hat auch Folgen für das Verhältnis zwischen dem Jugendrat Dachau und der Jugendrefentin Luise Krispenz (Grüne).

Wie berichtet, hatten die Stadträte des Haupt- und Finanzausschusses das Konzept des ESV, an der Wallbergstraße ein auch für den Behindertensport geeignetes Eisstadion zu bauen, mehrheitlich abgelehnt. An der Spitze der Gegner des Projekts standen die CSU-Stadträte – unterstützt von den Stadträten der Grünen.

Das Problem: Grünen-Fraktionssprecherin Luise Krispenz ist Jugendreferentin des Stadtrats – und sollte damit eigentlich die Interessen der Jugendlichen der Stadt im Gremium vertreten. Genau dies aber hat sie nicht getan, findet nun der Dachauer Jugendrat, der sich vehement für die Eishalle an der Wallbergstraße ausgesprochen hat.

Wie Sprecher Berkay Kengeroglu gegenüber der Heimatzeitung betont, habe ihn das Abstimmungsverhalten von Krispenz „sehr überrascht, damit haben wir nicht gerechnet“. Bis dahin sei das Verhältnis zwischen Jugendrat und Jugendreferentin immer gut gewesen. Krispenz’ Argumentation und vor allem die Tatsache, warum sie sich „nicht wenigstens enthalten hat“, sei für den Jugendrat nicht nachvollziehbar und „sehr schade“.

Die Folge: Der im Grundsatz unpolitische Jugendrat will sich laut Kengeroglu nun neue Verbündete in der Stadtpolitik suchen; im Falle der Eishalle werden dies die Stadträte der SPD sein. Grundsätzlich betont er aber: „Uns geht es immer um die Themen. Wir wollen keine Parteipolitik machen!“

Ihren Kampf für eine ganzjährig nutzbare, barrierefreie Eishalle an der Wallbergstraße wollen die Jugendlichen aber (noch) nicht aufgeben. Noch bis kommenden Sonntag läuft eine Online-Petition, deren Ergebnis dann – über die SPD-Fraktion – in der Bauausschusssitzung am 2. April vorgetragen werden soll.

Die Ziele der Petition sind laut Jugendratssprecher Kengeroglu ganz klar: „Rettet den Wald, löst die Parkplatzproblematik und ermöglicht dem ASV eine Zukunft!“ Den vor allem von der CSU propagierten Plan, in den Süden des ASV-Geländes eine Eisfläche zu bauen, lehnt der Jugendrat damit rundheraus ab. 

Die Petition

ist unter www.jugendrat-dachau.de sowie über die Facebook- und Instagramseiten des Jugendrats zu erreichen. Grundsätzlich mitmachen können Jugendliche aus der ganzen Welt – für das Quorum von 740 Stimmen werden jedoch nur Teilnehmer aus dem Stadtgebiet Dachau gezählt.

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