Bekamen lang anhaltenden Applaus: der Dachauer Kammerchor sowie das Bläserquintett „Consorzio Brassivo“. foto: ink

Weihnachtskonzert in Mariä Himmelfahrt

Kammerchor und Bläser verteilen musikalische Geschenke

Dachau – Mit dem Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt hat der Dachauer Kammerchor unter der Leitung von Rainer Dietz das Jahr wunderschön ausklingen lassen – wie immer mit anspruchsvollen Chorwerken aus verschiedenen Jahrhunderten und einer gesanglichen Darbietung auf hohem Niveau.

Mit gestaltet, ebenfalls hochrangig, hat das abwechslungsreiche, knapp einstündige Programm das Blechbläserquintett „Consorzio Brassivo“ mit Instrumentalwerken von namhaften Komponisten wie Jean-Joseph Mouret (1682-1738) und Samuel Scheidt (1585-1654) oder als „Schmankerl“ Engelbert Humperdincks (1854-1921) „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“. Sätze aus der Wassermusik-Suite von Georg Friedrich Händel (1685-1759) krönten die farbenreiche, klangvolle Darbietung der Bläser mit Wolfgang Prüller, Josef Fleischer (Trompeten), Marcus Compostella, Jürgen Premer (Posaunen) und Manfred Leitenstorfer (Tuba).

Den Kammerchor, den Christiane Höft (evangelische Friedenskirche Dachau) und Rainer Dietz (Mariä Himmelfahrt) zusammen mit engagierten Sängerinnen und Sängern vor mehr als 20 Jahren gegründet hatten und deren Leitung sie sich teilen, verknüpft die Freude am Singen mit der Aufführung glanzvoller Chormusik. Dafür wurde dem Chor 2018 der Kron-Maus-Kulturpreis verliehen.

Beim Konzert zwischen den Jahren waren neben vier- bis achtstimmigen Motetten bekannte Weihnachtlieder wie „Zu Bethlehem geboren“ und „Kommet, Ihr Hirten“ zu hören, die in schlichter Schönheit gesungen, berührten. Als Besonderheit erwies sich die vierstimmig gesungene Motette „Oh magnum mysterium“ des französischen Komponisten Francis Poulenc (1899-1963), die „das große Geheimnis“ der Weihnacht aufzeigt und bejubelt.

Den Jubel und die Freude über die Geburt des Jesuskindes brachte der Chor in den abschließenden Werken wiederum mit technischer Perfektion zum Klingen: „Ehre sei Gott in der Höhe“ von Gustav Adolf Merkel (1827-1885) und „Frohlocket, ihr Völker auf Erden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1889-1847) setzten den Schlusspunkt in der stimmungsvollen Darbietung.

Die weit mehr als 200 Konzertbesucher bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für das nachweihnachtliche musikalische Geschenk. Sie hätten gerne noch mehr gehört – und wurden mit einer Zugabe belohnt. Der Eintritt war frei. Spenden wurden erbeten. 

Ingrid Koch

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