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Sie erklären, auf was es an Weihnachten wirklich ankommt: ( oben, v.l.) Elaine (8), Maxi (8), Anna (6), Kaloudis (4), (unten v.l.) Tschanja (6), Paula (4) und Emilia (5).

Dachauer Kinder erklären, auf was es bei Weihnachten wirklich ankommt

„Liebe kann man nicht kaufen – die muss man kriegen“

An Weihnachten kann es ganz schön hektisch werden. Dabei sind es ausgerechnet die Festtage, an denen man sich Zeit für die Familie nehmen sollte. Erwachsene scheinen das oft zu vergessen. Deshalb hat die Heimatzeitung die jüngsten aus dem Kindergarten und Kinderhort St. Josef in Karlsfeld interviewt. Die Kinder erzählen, auf was es an Weihnachten wirklich ankommt.

Was ist das schönste an Weihnachten?

Elaine: Ich mag Weihnachten besonders gern, weil die ganze Familie zusammen ist. Meine beiden Tanten wohnen in der Hauptstadt und Oma und Opa wohnen auf Barbados. Mein Opa kommt immer an Weihnachten zu uns. Die Oma nicht, der ist es zu kalt.

Maxi: Den Papa sehe ich normalerweise fast nie. Unter der Woche nie und am Wochenende kommt er auch fast nie. Er arbeitet am Tunnelbau und die haben grad Lockergestein und da muss er jetzt immer da bleiben. Aber an Weihnachten ist er den ganzen Tag da. Da wünsch’ ich mir von ihm, dass er nicht in die Arbeit fährt, und es wär toll, wenn er mit mir des Lego bauen würde, was ich wahrscheinlich vom Christkind krieg.

Anna:Ich finde es schön, dass mein Papa Weihnachtslieder mit uns singt, manchmal auf der Gitarre, öfter am Klavier. Es klappt aber nicht so gut, weil er läuft auf Krücken und hat eine Schiene. Mein Lieblingslied „In der Weihnachtsbäckerei“ kann der Papa nicht spielen, aber er hat es auf dem Handy.

Emilia: Ich finde am schönsten an der Weihnachtszeit, dass das Christkind geboren ist. Und dass ich dem Weihnachtsmann mit meinen Freunden ein Gedicht vorgedichtet hab. Aber die Elena hat nicht „lieber Nikolaus“, sondern „alter Nikolaus“ gesagt.

Paula: Mir gefällt an Weihnachten am liebsten, dass ich mich in der Kirche mit Mama und Papa und meiner Schwester treffe. Da gefällt es mir so gut, weil wir da so viele Lieder singen. Ich singe und puzzle nämlich gerne.

Bella: Dass der Papa immer kommt und mit mir „Ich hab das Christkind gefangen“ spielt.

Kalaoudis: Meine Mama backt jeden Tag einen Kuchen. Ich helf meiner Mama ganz oft. Ich sitze und arbeite immer neben ihr. Meine Mama macht den Teig und ich darf naschen. Der Papa schmückt den Tannenbaum. Er kauft den auch immer und er bezahlt ihn sogar, weil sonst kann man gar keinen kaufen.

Paula: Bei uns, da kommt der Weihnachtsbaum nur rein, wenn Weihnachten ist.

Macht das Christkind die Geschenke selber?

Anna: Die holt es sich immer vom Geschäft.

Elaine: Was ich komisch finde, bei meinen Geschenken ist immer ein Preis dran. Deswegen muss es die ja kaufen und nicht selber machen.

Wie alt ist das Jesuskind?

Paula: 0.

Emilia: Aber jetzt ist es schon älter, 1 vielleicht.

Wie sieht das Christkind aus?

Paula: Ich glaube, dass das Christkind ein bisschen leuchtet.

Bella: Und ich glaub, dass es einen Haarreifen mit einem Bommel dran trägt.

Emilia: Und glitzern tut es.

Wenn Ihr Euch was zu Weihnachten wünschen könntet, was man nicht kaufen kann, was wäre das?

Maxi: Dass meine Familie gesund bleibt.

Elaine: Liebe. Weil Liebe kann man ja nicht einfach so kaufen. Die muss man ja kriegen.

Emilia: Ich wünsche mir an Weihnachten, dass ich ein Prinzessinnenkleid krieg. Aber wenn es keins mehr gibt, das man mit Geld kaufen kann, dann kann das Christkind auch bis nächstes Jahr warten. Und wenn man Glück hat, kriegt man es da.

Nach was riecht Weihnachten?

Alle: Nach Butterkeksen, Lebkuchen, Zimt und nach Lebkuchenherzen. Und nach Blumen. Oder nach Schnee. Paula: Schnee riecht nach ganz kalt.

Seid Ihr traurig, dass es nicht schneit?

Paula: Ja, weil wir singen immer „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, aber es schneit gar nicht.

Maxi: Und einen Schneemann kann man auch nicht bauen.

Paula: Ja, aber keine Sorge, es schneit schon noch.

Wünscht Ihr Euch Schnee?

Emilia: Man kann sich nicht Schnee wünschen. Weil der braucht’s kalt – und dann schmilzt der im Geschenk drin.

Das Gespräch führte: Regina Peter

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