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So schauen die neuen Zimmer am Dachauer Klinikum aus.

Neuer Bettentrakt im Dachauer Krankenhaus eingeweiht

Schöner liegen

Der Erweiterungsbau des Bettenhauses am Helios Amperklinikum ist im Beisein reichlich regionaler Politprominenz eingeweiht worden. Der Neubau ist der erste Teil eines großen Investionsprogramms.

Dachau Der U-förmige Anbau kostete den Konzern 15 Millionen Euro und bietet auf zwei Etagen Platz für insgesamt 134 Betten. Landrat Stefan Löwl bezeichnete das neue Gebäude als „modernen, durchdachten und konzeptionell gut gestalteten Bau“, von dem sowohl Patienten, als auch Personal profitieren sollen. Die Patienten werden vor allem eine Neuerung spüren: Es gibt nun nur noch Zwei-Bett-Zimmer, statt der bisher üblichen Drei-Bett-Variante. Eine merkliche Verbesserung des Komforts für die Patienten.

Aber auch der Arbeitsalltag des medizinischen Personals und der Pflegekräfte wird durch zahlreiche architektonische Kniffe erleichtert. Die Grundlage dafür liefern die konzerneigenen Baurichtlinien, die auf den gesammelten Erfahrungen von allen Helios-Standorten beruhen und nach Möglichkeit in allen Neubauten umgesetzt werden sollen.

Die wichtigste Neuerung für die Pflegekräfte sind die deutlich kürzeren Wege. Michael Pal, Bereichsleiter der Pflege, meinte zwar, dass „wir uns erst einmal an die neuen Wege gewöhnen müssen“. Aber sobald die Pflegekräfte sich in der neuen Umgebung akklimatisiert haben, ermöglichen die kürzeren Strecken ein deutlich effizienteres Arbeiten, als dies noch im alten Gebäude der Fall war. Dazu trägt auch die neue Rohrpost bei, wodurch zeitraubende Botengänge durch das ganze Gebäude der Vergangenheit angehören.

Der Neubau bietet aber noch andere Vorteile. Für das Pflegepersonal wurden großzügige Ruhe- und Rückzugsräume geschaffen. Pal erhofft sich davon, dass die ausgeruhten Pfleger noch besser und konzentrierter ihrer Arbeit nachgehen können. Dazu trägt auch das neue Medikamentenzimmer bei, wo die Arzneimittel für die Patienten vorbereitet werden. Eine wichtige Aufgabe, die so ein wenig aus dem hektischen Krankenhausalltag herausgenommen wird.

Der Erweiterungsbau des Bettenhauses ist aber nur der Anfang. Helios investiert weitere 55 Millionen Euro in die Einrichtung einer zentralen Sterilgutversorgung, zwei neue Operationssäle, den Ausbau der Notaufnahme und in Verbesserungen beim Brandschutz. Und jetzt, wo die neuen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, kann auch das alte Bettenhaus Schritt für Schritt saniert werden. Auch hier soll es in Zukunft nur noch Zwei-Bett-Zimmer geben.

Das hat zur Folge, dass die Gesamtkapazität des Dachauer Krankenhauses trotz des Neubaus nicht steigen wird. Die 134 neuen Betten gleichen lediglich die durch den Umbau auf Zwei-Bett-Zimmer wegfallenden Plätze aus. Der Komfort für den Patienten wird dadurch aber im ganzen Klinikum gesteigert.

Bei aller Freude über das neue Gebäude betonten alle Redner die große Bedeutung des Klinikpersonals. „Menschen werden nicht von Steinen, Stahl und Plastik gesund gemacht, sondern von den Menschen, die in diesem Rahmen arbeiten“, so Löwl. Und merkte an: „Das funktioniert nur mit mehr und qualifiziertem Personal.“ Den Fachkräftemangel sah auch Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath als die größte Herausforderung des Gesundheitswesens. Helios-Aufsichtsratsvorsitzende Karin Gräppi schaut dennoch zuversichtlich nach vorne: „Bauen hat immer etwas mit Vertrauen in die Zukunft zu tun.“ Der Neubau ist für sie eine von vielen Maßnahmen, um „das vorhandene hohe Niveau am Dachauer Klinikum weiter zu fördern.“

tb

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