Gymnasiums-Neubau: Landrat fragte Bedarf ab

Nachbarlandkreise haben keinInteresse an Schul-Kooperation

Die Nachbarlandkreise Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Freising haben kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Landkreis Dachau bezüglich eines neuen Gymnasiums. Landrat Stefan Löwl fragte den Bedarf bei seinen Kollegen ab.

Die Freien Wähler Dachau hatten im Kreistag einen Antrag eingebracht, zu prüfen, ob das fünfte Landkreis-Gymnasium nicht besser in Petershausen angesiedelt sei – gebaut in Kooperation mit den Nachbarlandkreisen. Kein Bedarf, hatte es vor mehreren Wochen schon aus den Landratsämtern der potenziellen Kooperationspartner geheißen, wie der Schulfachmann im Landratsamt, Albert Herbst, bekannt gab. So wurde der Antrag abgelehnt. Landrat Stefan Löwl tauschte sich dennoch am Rande der Landrätetagung in Bad Füssing dazu aus.

Landrat Martin Wolf aus Pfaffenhofen sieht aber für seinen Landkreis keinen aktuellen Schul(neubau)bedarf. „Mit unseren Gymnasien sind wir gut aufgestellt.“

Auch Landrat Löwl sieht aktuell keinen Handlungsspielraum. „Wir haben gerade die Genehmigung für ein weiteres, dreizügiges Gymnasium bekommen. Diese drei Züge werden wir auch dringend brauchen, insbesondere da zukünftig nicht mehr so viele Schüler aus dem Landkreis auf die Gymnasien in München werden gehen können“, stellt Landrat Löwl klar. „Wir werden die drei Gymnasialzüge selber bauen müssen und somit auch in einer interkommunalen Zusammenarbeit keinerlei finanzielle Vorteile erreichen können.“

Auch Landrat Peter von der Grün aus Neuburg-Schrobenhausen sieht keinerlei Bedarf. „Aktuell wird der zweite Bauabschnitt der Generalsanierung mit Erweiterung am Gymnasium in Schrobenhausen geplant. Einen darüber hinaus gehenden Bedarf sehe ich kurz- und mittelfristig nicht.“

Auch der bei der Tagung anwesende Freisinger Landrat Josef Hauner sieht aktuell keinen Handlungsbedarf im westlichen Landkreis: „Der Landkreis Freising kann den prognostizierten Zuwachs an seinen fünf bestehenden Gymnasien gut decken. Einen darüber hinaus gehenden Bedarf haben wir aktuell nicht!“ 

Wie berichtet, hatte das Kultusministerium das fünfte Landkreis-Gymnasium der Gemeinde zugeteilt. Viele Politiker waren mit der Entscheidung nicht einverstanden.

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