Preisgekröntes Hörspiel-Trio: Hoang Yen-Nhi Nguyen, Jasmin Wenus und Julia König (v.l.).
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Preisgekröntes Hörspiel-Trio: Hoang Yen-Nhi Nguyen, Jasmin Wenus und Julia König (v.l.).

Josef-Effner-Gymnasium

Dritter Platz für ungewöhnliches Hörspiel

  • Claudia Schuri
    VonClaudia Schuri
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Die drei Schülerinnen Julia König, Hoang Yen-Nhi Nguyen und Jasmin Wenus haben mit ihrem Hörspiel „Just an ordinary story“beim Sprachenfest des Bundeswettbewerbs den dritten Platz geholt.

Dachau – Gespannt haben Julia König (15), Hoang Yen-Nhi Nguyen (15) und Jasmin Wenus (16) vom Josef-Effner-Gymnasium darauf hin gefiebert, jetzt war es endlich so weit: Die Neuntklässlerinnen haben ihr Hörspiel „Just an ordinary story“ beim Sprachenfest des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen präsentiert – und die Jury damit überzeugt: Sie landeten auf dem dritten Platz.

Wie berichtet, hatten sich die Dachauer als nur eine von vier bayerischen Schülergruppen für das Finale des Wettbewerbs qualifiziert. Insgesamt nahmen Jugendliche von 36 Schulen aus ganz Deutschland an dem Sprachenfest teil und zeigten ihre Projekte der Jury, die sich aus einer Kommission des Bundeswettbewerbs für Fremdsprachen, ehemaligen Preisträgern sowie Jugendlichen aus der Region zusammensetzte.

Ein bisschen aufgeregt waren die Neuntklässlerinnen vor ihrem Vortrag schon: „Wir waren sehr nervös“, gestand Jasmin Wenus. „Es ist ja nicht so leicht, alles auf Englisch zu präsentieren.“ Dann hat es aber doch gut geklappt. Die Schülerinnen stellten sich zuerst vor und spielten im Anschluss ihr Hörspiel ab. „Wir mussten es von zehn Minuten noch einmal auf sieben Minuten kürzen“, erklärte Hoang Yen-Nhi Nguyen vorab der Jury. Außerdem ergänzten sie ihr Hörspiel für das Sprachenfest mit selbst gemalten Bildern.

Die Geschichte handelt von dem einsamen Künstler Daniel, der eine Liebesbeziehung mit der schüchternen Anastasia führt. Doch die Romanze der beiden nimmt ein trauriges Ende: Nach einem Autounfall muss Daniel feststellen, dass Anastasia nie lebendig war, sondern nur eine Statue, die er geschaffen hat. Am Ende zersplittert die Figur – übrig bleiben nur noch Scherben.

Die Handlung kam bei der Jury sehr gut an. Ein Jurymitglied fragte sogar, ob es sich die Jugendlichen nicht vorstellen könnten, die Geschichte weiter auszubauen.

Eine Idee, die auch die Neuntklässlerinnen schon hatten. „Wir hätten ein ganzes Buch schreiben können“, sagte Jasmin Wenus. „Aber wir haben leider nicht so viel Zeit wegen der Schule.“

Nach ihrer Präsentation waren die Dachauer Schülerinnen vor allem erleichtert: „Ich glaube, es war ganz in Ordnung“, so das Fazit von Julia König. „Gut war, dass die Jury sogar gelacht hat“, freute sich Hoang Yen-Nhi Nguyen. Dass es mit einem Preis klappen könnte, damit rechneten die Neuntklässlerinnen trotzdem nicht: „Wir haben uns auch andere Projekte angeschaut“, berichtet Jasmin Wenus, „die waren wirklich sehr gut.“

Umso größer war dann die Überraschung, als gestern bei der Preisverleihung in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften verkündet wurde, dass es die Dachauer Gymnasiasten tatsächlich auf den dritten Platz geschafft haben. Auch Bayerns Kultusministerium Michael Piazolo lobte die Leistung: Er sei beeindruckt von den kreativen Produktionen der Schüler, sagte er. Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen sei „Impuls für herausragende kreative Ideen“ und „zeige, wie wertvoll das Fremdsprachenlernen ist.“

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