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Günstig wohnen gegen Hilfe

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Von: Stefanie Zipfer

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Beim Konzept „Wohnen gegen Hilfe“ unterstützen junge Menschen Senioren im Haushalt. Im Gegenzug dürfen sie günstig wohnen. © dpa / Ronald Wittek

Die SPD hat sich für den beginnenden Kommunalwahlkampf das Thema Wohnen auf die Fahne geschrieben.

Mit zwei Anträgen an Oberbürgermeister Florian Hartmann wollen die Sozialdemokraten für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Großen Kreisstadt sorgen.

In Antrag eins geht es darum, das in Stadt und Landkreis München bereits erfolgreich umgesetzte Konzept „Wohnen für Hilfe“ auch in Dachau zu implementieren. Idee des „Wohnens für Hilfe“ ist, dass junge Menschen, beispielsweise Studenten, gegen geringe Miete bei einem älteren Menschen wohnen dürfen; als Gegenleistung helfen die Jüngeren den Senioren im Alltag, erledigen Einkäufe oder packen bei Haus- und Gartenarbeit mit an. Die Dachauer SPD könnte sich diesen Ansatz auch in der Region gut vorstellen, „allerdings soll hier der Kreis der Nutzer der Wohneinheiten schwerpunktmäßig um Auszubildende und andere Interessenten aus dem Bereich geringverdienender Arbeitstätiger erweitert werden“. Die Stadt solle daher prüfen, inwieweit das Konzept „Wohnen für Hilfe“ umsetzbar und gegebenenfalls mit Fördergeldern unterstützt werden könnte – und ob es sich nicht mit anderen Wohnprojekten, etwa einer Wohnungstauschbörse, verwirklichen ließ.

Eine derartige Tauschbörse – das ist der zweite SPD-Antrag – könnte darüber hinaus für weitere Bewegung auf dem Wohnungsmarkt sorgen. „Eine Tauschbörse macht Bedarfe klarer und kann auch Anreize schaffen“, glaubt die SPD. Junge Familien würden mehr Wohnraum benötigen, wohingegen „in späteren Lebensphasen die Wohnung dann oft zu groß ist“. Wohnungstausch sei zudem dann besonders attraktiv, wenn die Mieter in die Konditionen der Altverträge einsteigen dürften.

Zumindest zwei Jahre, so der Wunsch der SPD, sollte die Stadt das Modell der Tauschbörse testen; mitmachen könnten die Mieter städtischer Wohnungen und der Stadtbau GmbH sowie weiterer interessierter Genossenschaften.   

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