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Die Dachauer Sternsinger Paul, Magdalena, Miriam und Dennis zusammen mit Prälat Klaus Krämer (2. v. li.) , Pfarrer Dirk Bingener (2. v. re.) und Betreuerin Birgitta Grimm

Dachauer Sternsinger in Berlin

„Die Kanzlerin sieht man nicht jeden Tag“

  • Sebastian Raviol
    vonSebastian Raviol
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Dachau/Berlin – Vier Sternsinger aus Dachau haben die Erzdiözese München und Freising beim Sternsingerempfang im Bundeskanzleramt vertreten. Angela Merkel, Berlin, Sternsinger-Kollegen – für die Gruppe war es eine besondere Reise.

Es ist elf Uhr am Montag, im Kanzleramt in Berlin ist Zeit für Reden. 108 Sternsinger und 27 Begleiter aus 27 Diözesen in ganz Deutschland lauschen den Worten der Bundeskanzlerin. Angela Merkel betont, wie wichtig Bildung für die Kinder in Deutschland ist. Magdalena (14), Miriam (15), Paul (13) und Dennis (14) aus Dachau hören gespannt zu. Die vier Sternsinger der Gemeinde St. Peter dürfen die Erzdiözese München und Freising beim Sternsingerempfang vertreten.

Sie freuten sich schon seit November auf den Besuch in der Hauptstadt. Vor zwei Monaten nämlich hatten sie die Zusage vom Träger der Veranstaltung, dem Bund der Katholischen Jugend (BDKJ), bekommen. In Berlin spricht die Kanzlerin über Gottes Schöpfung, den Klimawandel und wie er sich beispielsweise auf den Turkana-See in Kenia auswirkt. Dort ist die Trockenheit für die Menschen besonders schlimm.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die Sternsinger einzeln

Dann, ganz plötzlich, steht die Kanzlerin neben Magdalena, Miriam, Paul und Dennis. Gruppenfoto. Magdalena berichtet: „Die Kanzlerin war total nett. Sie hat jedem die Hand geschüttelt und ‚Herzlich Willkommen‘ gesagt.“ Leider war keine Zeit, um länger mit ihr zu sprechen, die nächste Gruppe wartete schon. „Vielleicht war das aber ganz gut“, sagt Magdalena, „ich hätte nicht gewusst, was ich sagen soll.“ Ohne Zweifel ein beeindruckender Moment, so nahe bei der Kanzlerin zu stehen.

„Wir hatten aber gar keine Zeit, um aufgeregt zu sein“, sagt Magdalena. Ankunft am Sonntag, dann gleich die Generalprobe. Gestern um 9 Uhr ging es dann zum Gottesdienst in die Berliner St. Ansgar Kirche. Zwei Stunden später wartete der große Auftritt im Kanzleramt. Dort konnten sich die Dachauer Sternsinger mit ihren Kollegen aus ganz Deutschland austauschen. „Das war ziemlich cool, auf Leute zu treffen, die das Gleiche machen“, sagt Magdalena. Paul hat sich besonders gut mit den Sternsingern aus Passau verstanden. Auch das Kanzleramt hat ihn beeindruckt: „Das habe ich schon von außen gesehen. Aber drinnen zu sein, war etwas ganz Besonderes. Und die Kanzlerin sieht man ja auch nicht jeden Tag.“

Im November bekamen die Dachauer Sternsinger die Zusage für Berlin

Doch auch nach diesen Programmpunkten war die Aktion noch nicht beendet. Medienvertreter warteten. Und so mussten die vier Sternsinger aus Dachau noch das ein oder andere Interview geben, ehe sie noch eine Stunde im nebligen und verschneiten Berlin verbringen konnten. Für Magdalena, die zuvor noch nie in der Hauptstadt war, und ihre drei Kollegen hieß das: ab zum Brandenburger Tor und Erinnerungsfotos machen.

Auch Betreuerin Birgitta Grimm ist ganz begeistert. Sie hat die Bewerbung beim BDKJ für die Teilnahme am Sternsingerempfang organisiert. Bei der Zusage Ende November war die Freude groß. Doch dann musste Grimm eine Auswahl treffen. „Leider konnten wir nicht alle mitnehmen“, sagt sie. Sie entschied sich für zwei Buben und zwei Mädchen. Letztlich durften vier Sternsinger mit zum großen Empfang nach Berlin, die schon viele Jahre für die Gruppe aktiv sind.

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