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Andrang vor dem weißen Theaterzelt „The White Tent“ auf dem Postschulgelände: Rund 300 Kinder waren gestern Vormittag zu Gast auf dem Postschulgelände. 

Auftakt in einem Zelt auf dem Postschulgelände

Dachauer Theatertage erwarten 8000 Zuschauer

„Ich bin vorher immer aufgeregt, aber dieses Mal erwarten wir zum ersten Mal über 7000 Besucher, eher schon gegen 8000. Da hofft man natürlich, dass alles klappt.“ Frank Striegler, umtriebiger Kulturförderer in Dachau, hat heuer zum 18. Mal zusammen mit seinen Mitstreitern die Dachauer Theatertage organisiert.

Dachau – Dabei gibt es sie seit 19 Jahren: „Einmal sind sie ausgefallen“, erinnert sich Striegler – aus finanziellen Gründen. Denn anfangs schulterte der hauptberufliche Erzieher das Festival noch alleine. Inzwischen werden die Veranstaltungen von Stadt, Landkreis und Regierung von Oberbayern gefördert, zudem gibt es Sponsoren. „Sonst wären die Karten mehr als doppelt so teuer“, sagt der Theater-Liebhaber.

Vom Schattentheater über Marionettenspiel bis hin zur Pantomime und Clownerie – das Festival bietet die ganze Vielfalt der darstellerischen Möglichkeiten für Kinder und auch Erwachsene. Heuer hat Striegler besonders viel Arbeit: Denn die insgesamt 54 Einzelveranstaltungen finden nicht nur im Ludwig-Thoma-Haus in der Dachauer Altstadt statt, sondern auch in einem extra aufgestellten Zelt auf dem Postschulgelände. Etwa 300 Besucher finden darin Platz. Aufgebaut wurde es am Dienstag in einem rund Sieben-Stunden-Marathon. Mitgeholfen haben auch Strieglers Schwiegersöhne. „Sie sind extra aus dem Oberland angereist, um zu helfen. Dafür darf ich mich in der Zwischenzeit um die drei Enkel kümmern.“

Der Verein Theatertage wurde 1999 von Frank Striegler und Mitstreitern gegründet, um das Kinder- und Jugendtheater in Dachau zu fördern. Rund 20 Helfer engagieren sich heute für das regelmäßig stattfindende Festival. „Der jüngste ist 15 Jahre alt, der älteste 71 Jahre.“

Bedauerlich ist für Frank Striegler, dass er fast 1000 Kinder auf der Warteliste hat, die keine Karten mehr bekommen haben. „Das sind alles Gruppen aus Kindergärten oder Schulen. Wir schaffen den Bedarf einfach nicht.“ Denn die meisten Stücke sind für maximal 150 Kinder geeignet, bei zwei Stücken können heuer nur 100 Kinder zuschauen. „Denn es geht uns ja um Qualität.“

Wenn Mitte November der letzte Vorhang fällt (siehe Kasten), ist für Frank Striegler die Arbeit keineswegs vorbei. „Nach den Theatertagen beginnen die Vorbereitungen für das nächste Jahr. Ich habe jetzt schon wieder fünf Gruppen zusammen, allerdings sind die Verträge noch nicht unterschrieben.“ Im Dezember stellt der Dachauer in der Regel das neue Programm auf und kümmert sich um das Sponsoring. Im Frühjahr stehen Buchungen, Verträge und Werbung auf dem Terminkalender. Nach den Theatertagen ist also vor den Theatertagen – das weiß vor allem Frank Striegler.

Weitere Termine und Karten gibt’s im Internet unter www.theatertage-dachau.de.

Conny Kirmair

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