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Gelungene Ausstellung von bayerischen und israelischen Schülern in Dachau: „Dahusalem“ verbindet

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Ausstellung in der Altstadt: Bankvorstand Karl-Heinz Hempel, Schulleiter Peter Mareis, Generalkonsulin Sandra Simovic, die Schüler Luisa Köhler und Finn Walter, OB Florian Hartmann und Landrat Stefan Löwl (v.l.).
Ausstellung in der Altstadt: Bankvorstand Karl-Heinz Hempel, Schulleiter Peter Mareis, Generalkonsulin Sandra Simovic, die Schüler Luisa Köhler und Finn Walter, OB Florian Hartmann und Landrat Stefan Löwl (v.l.). © VR Dachau

Die israelische Generalkonsulin Sandra Simovic hat die Ausstellung „Dahusalem. Places change people – people change places“ in der Hauptstelle der Volksbank Raiffeisenbank Dachau besucht. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Kunstprojektes von Schülern aus dem Josef-Effner-Gymnasium Dachau und Schülern aus der Charles-E.-Smith Highschool for the Arts in Jerusalem (wir berichteten).

Dachau ‒ Interessiert schaute sich Sandra Simovic die rund 20 Fotoarbeiten an und ließ sich von den beiden Schülern Luisa Köhler und Finn Walter über das Projekt und den Schüleraustausch informieren. Finn Walter hatte das Projekt zusätzlich filmisch begleitet, die Ausstellung virtuell aufbereitet und somit auch die Online-Vernissage ermöglicht. Luisa Köhler spricht beim virtuellen Rundgang die Texte. Sie hält auch über das Projekt hinaus mit ihrer israelischen Austauschpartnerin Kontakt.

Insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern haben fotografisch zusammengearbeitet und sich mit Orten beschäftigt, die für sie eine große persönliche Bedeutung haben. Die bearbeiteten Fotos geben einen Eindruck, wie die jungen Menschen aus zwei unterschiedlichen Kulturkreisen leben, lernen und ihre Freizeit verbringen. In begleitenden Texten berichten sie über ihre Gedanken und Gefühle. Die Bank habe sofort zugesagt, den Katalog gerne gefördert und die Ausstellung ermöglicht, so Bankvorstand Karl-Heinz Hempel.

Generalkonsulin Simovic sagte, sie sei glücklich darüber, dass sich die junge Generation aus zwei Nationen über die Sprache der Kunst annähert und daraus Freundschaften entstehen. Beeindruckt sei sie auch von der Kontinuität, mit der die Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern trotz der Erschwernisse durch die Coronakrise über fast zwei Jahre Kontakt gehalten haben. „Das ist sehr schön und gibt Hoffnung.“

Auch JEG-Schulleiter Peter Mareis war begeistert von der Ausstellung und der Möglichkeit, persönlich mit der israelischen Generalkonsulin zu sprechen. Das Engagement der Schüler sei großartig und es freue ihn, dass daraus eine internationale Ausstellung entstanden sei.

Erstmals fand ein derartiger Austausch im Rahmen eines P-Seminars der Fachschaft Kunst am JEG statt. Initiiert wurde das Projekt von der Kunstpädagogin Margit Meyer. Ihre neun Schülerinnen und Schüler organisierten das Seminar selbst, kümmerten sich um die Öffentlichkeitsarbeit und konzipierten auch den Ausstellungskatalog. Die Vernissage mit Grußworten unter anderem von Sandra Simovic, Kultusminister Michael Piazolo und seinem Vorgänger Ludwig Spaenle, der auch Antisemitismusbeauftragter der bayerischen Staatsregierung ist, fand über das Internet virtuell statt und erreichte auf diese Weise 400 Gäste.

Der internationale Auftritt war insofern schon gelungen, da auch die israelischen Schüler und ihre Lehrer Menachem Roth und Ana Shilat Nitzan dabei sein konnten. Sie betreuen das Projekt an der Jerusalem Art School. Im Februar 2020 waren die Dachauer Schüler nach Jerusalem gereist, um ihre israelischen Austauschpartner zu treffen. Der Gegenbesuch der Israelis konnte wegen Corona bislang noch nicht stattfinden.

Oberbürgermeister Florian Hartmann betonte, wie wichtig und zukunftsweisend das Projekt sei. „Nach außen ist es ein kleines Projekt, doch es steht etwas Großes dahinter: Der Austausch von jungen Menschen aus zwei besonderen Nationen, die gemeinsame Erfahrungen machen“, so Florian Hartmann.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 26. Februar in der Volksbank Raiffeisenbank Dachau, Augsburger Straße 33-35, zu den Öffnungszeiten und unter den vorgeschriebenen Hygienebedingungen zu sehen. Die Vernissage kann auf dem Internetportal YouTube unter https://youtu.be/jhz5StQlodg abgerufen werden. dn

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