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Der ASV will auch die künstliche Surfwelle im Mühlbach auf dem MD-Baugelände

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Von: Stefanie Zipfer

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Attraktion im Englischen Garten: Eine künstliche Surfwelle wie im Münchner Eisbach könnte es in absehbarer Zeit auch in Dachau geben. Vereinschef ist noch nicht überzeugt „300 Mitglieder, die Bock haben“
Attraktion im Englischen Garten: Eine künstliche Surfwelle wie im Münchner Eisbach könnte es in absehbarer Zeit auch in Dachau geben. Vereinschef ist noch nicht überzeugt „300 Mitglieder, die Bock haben“ © Marcus schlaf

Verein unterstützt den TSV Dachau 1865 bei Umsetzung des Projekts künstliche Welle

Dachau – Zugegeben: Die Neugestaltung des alten MD-Geländes liegt noch in weiter Ferne. Es gibt weder Baurecht, geschweige denn konkrete Bauanträge und schon gar keine Pläne für die Gestaltung des Mühlbachs. Immerhin: Investor Isaria hat dem neu zu bauenden Stadtteil bereits den Namen „Mühlbachviertel“ verpasst. Dennoch gibt es eine Personengruppe in Dachau, denen die Bebauung des Geländes und damit die Renaturierung des Bachs nicht schnell genug gehen kann: die Hobbysurfer.

Diese Gruppe hat sich beim TSV Dachau 1865 im Oktober bereits zu einer eigenen Abteilung zusammengetan (wir berichteten). Sie bekommt nun Unterstützung vom zweiten großen Sportverein der Stadt – dem ASV Dachau. Gemeinsam wollen die jungen Surfer in den kommenden Monaten die von der Stadtpolitik grundsätzlich befürwortete und vom Investor bislang zumindest nicht abgelehnte Idee einer künstlichen Surfwelle im Mühlbach in die Tat umsetzen.

„Flusswellenprojekt MD-Gelände“

Wie TSV-Vorsitzender Wolfgang Moll bestätigt, habe es zum „Flusswellenprojekt MD-Gelände“ bereits ein „Sondierungsgespräch zu einer Kooperation der beiden Großvereine“ gegeben. Sein TSV wisse es außerdem „außerordentlich zu schätzen, dass die Idee unserer Surfabteilung aufgegriffen worden ist und wir auf dem Weg zu einer zielführenden Umsetzung bereits zum jetzigen Zeitpunkt von den Verantwortlichen der Projektentwicklung und der Stadtverwaltung mit ins Boot genommen werden“.

Beim TSV federführend an dem Projekt beteiligt sind Denise Kunze, Florian Ebner und Kilian Bachmann. Auf Seiten des ASV ist es Handball-Trainer Ludwig Streller, der das Thema in seinem Verein bekannt machen will. Streller erzählt, dass er begeisterter Hobby-Surfer und seit Jahren mit Denise Kunze bekannt sei. Deshalb habe er sie in der Sache „einfach mal angerufen“. Bei einem anschließenden Treffen vereinbarten die jungen Leute, dass der TSV weiterhin das Sprachrohr der Sportler bei den Planungen bleiben sollte. Der ASV als größter Dachauer Breitensportverein soll derweil fleißig die Werbetrommel bei seinen Mitgliedern rühren. In Summe, so Streller, „wollen wir damit den Druck bei der Stadt und dem Investor aufrecht erhalten, dass die Welle auch wirklich gebaut wird“!

ASV-Chef muss noch überzeugt werden

Eine eigene Surfabteilung möchte man beim ASV (zunächst) aber nicht gründen. Keinesfalls „Konkurrenz“ oder „Streitereien“ möchten Streller, Kunze und Co. riskieren – wissend, dass das Verhältnis von ASV und TSV in den vergangenen Jahren nicht immer ungetrübt war. Während die jungen TSV-Surfer ihren Vorsitzenden Moll voll und ganz hinter sich wissen, muss Streller bei seinem Vereinschef noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten. Andreas Wilhelm ist nämlich noch nicht ganz überzeugt, dass – erstens – die Surfwelle à la Eisbach auch wirklich nach Dachau kommt und – zweitens – sich tatsächlich eine nennenswerte Zahl an surfwilligen ASVlern finden wird.

Wette läuft

Ludwig Streller jedoch glaubt, dass man „einfach mal anfangen und etwas probieren“ muss. Mit ASV-Chef Wilhelm hat er daher eine Wette laufen. „Wenn wir es schaffen, von 4000 Mitgliedern 400 Interessierte zu finden, dann bekommen wir mehr als nur ein Bier“, verrät Streller lachend. Ihm würden aber auch 200 bis 300 ASV-Mitglieder reichen, „die Bock haben“. Grundsätzlich sollten in einer Breitensport-Stadt wie Dachau „einfach alle auf einem Brett stehen können, wenn sie es wollen“.

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